FungiFindFungiFind

FungiFind › Pilzarten

Tiger-Ritterling

Tricholoma pardinum (Pers.) Quél. · Tricholomataceae

Auch: Getigerter Ritterling

☠ Giftig

Wo wächst er gerade? Zur Karte Pilzalarm für diese Art Wie Pilzalarm funktioniert

Bestimmung in 5 Schritten

Der Tiger-Ritterling ist ein großer, kräftiger Ritterling mit hellgrauem Hut voller dunkler, dachziegelartiger Schuppen. Er wächst auf Kalk unter Buchen, Tannen und Fichten und ist giftig.

Hut5 bis 15 cm
SaisonAugust bis Oktober
Sporenpulverweiß
FamilieTricholomataceae
  1. Hut. Der Hut ist 5 bis 15 cm breit, hellgrau bis silbergrau mit dunkelgrauen, konzentrisch angeordneten, dachziegelartigen Schuppen.
  2. Unterseite. Die Lamellen sind weißlich bis cremefarben, oft mit grünlich gelbem Schimmer und wässrigen Tröpfchen.
  3. Stiel, Ring und Volva. Der Stiel ist kräftig, weißlich, an der Basis oft ockerlich. Ring und Volva fehlen.
  4. Geruch und Geschmack. Er riecht mehlartig. Probiere ihn nicht.
  5. Verfärbung und Fleisch. Das Fleisch ist weiß, fest und verfärbt sich nicht.

Verwechslungsgefahr

Verursacht schwere, langwierige Magen-Darm-Vergiftungen; wird mit Erd-Ritterlingen verwechselt.

Direkter Vergleich

Tiger-RitterlingSeifen-RitterlingGemeiner Erd-RitterlingSchwarzschuppiger Erd-Ritterling
Hutbreit, 5 bis 15 cmbreit, 4 bis 10 cmmausgrau, filzigbreit, 4 bis 8 cm
UnterseiteLamellen weißlich, gelber SchimmerLamellen weißlichLamellen weißlich bis grauLamellen weiß bis grau
Stielkräftig, weißlich, an der Basis oft ockerlich, Ring und Volva fehlenweißlich, in der Basis rötlich anlaufend, Ring und Volva fehlenweiß bis grau, faserig, ohne Volvaweiß, fein schuppig, Ring und Volva fehlen
KonsistenzFleisch weißFleisch weiß, Geruch nach Seife, rötet in der StielbasisFleisch weiß bis grau, dünn, Geruch nicht nach MehlFleisch weiß, unverfärbt, Geruch pfeffrig
SpeisewertGiftigGiftigEssbar mit EinschränkungEssbar mit Einschränkung

Alle Doppelgänger im Überblick →

Lebensraum & Saison

Nur kalkhaltige Böden. Vor allem montane Lagen.

Baumpartner

RotbucheFichte

Rotbuche, Weißtanne, Fichte.

Saison

möglich gut Hauptsaison

Pilzregionen mit täglicher Prognose

Für diese Art gibt es noch keine Fundzahlen je Region. Die Länderseiten führen zu allen Regionen mit täglicher Prognose.

Alle Pilzregionen →

Sicherheit

Nie essen ohne sichere Bestimmung. Giftpilz: Nicht essen. Bei Verdacht auf Verzehr sofort den Giftnotruf anrufen.

Hinweise für dein Land

Deutschland

Giftnotruf:

Giftnotruf Berlin030 19240Giftinformationszentrum München089 19240GIZ-Nord Göttingen0551 19240

Notruf: 112

Pilzberatung: DGfM: Pilzsachverständige finden. Pilzsachverständige der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

Sammelregeln: Nicht besonders geschützte Pilze in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf, sofern kein Schutzgebiet oder Verbot entgegensteht. Bestimmte besonders geschützte Speisepilze (z. B. Steinpilz, Pfifferling, Birkenpilz) dürfen in geringen Mengen für den eigenen Bedarf gesammelt werden.

Österreich

Giftnotruf:

Vergiftungsinformationszentrale (VIZ)01 406 43 43

Notruf: 112 · 144

Pilzberatung: Österreichische Mykologische Gesellschaft (ÖMG), Pilzberatung. Pilzberatung der ÖMG oder regionale Beratungsstellen, etwa Marktämter.

Sammelregeln: Höchstens 2 kg Pilze pro Person und Tag, wenn der Waldeigentümer das Sammeln nicht untersagt hat; organisierte Sammelveranstaltungen sind verboten. Zusätzlich Landesregeln (Sammelzeiten, Schonzeiten), z. B. Kärnten, Tirol, Vorarlberg, Salzburg.

Schweiz

Giftnotruf:

Tox Info Suisse145

Notruf: 144 · 112

Pilzberatung: VAPKO: Pilzkontrollstelle finden. Amtliche Pilzkontrollstellen der Gemeinden und Kantone (VAPKO-Verzeichnis).

Naturschutz und Sammelregeln

Nicht besonders geschützt.

Salzburg: Sammeln giftiger Pilze verboten.

Rote Liste Deutschland: Vorwarnliste

Vergiftung

GiftUnbekannter Giftstoff.
SyndromGastrointestinales Syndrom.
SymptomeStarke, oft langwierige Brechdurchfälle; Kreislaufversagen durch Wasserverlust ist nicht ausgeschlossen.
LatenzzeitEtwa 15 Minuten bis 2 Stunden.
Sofortmaßnahmen: Ruf sofort den Giftnotruf an (AT 01 406 43 43, DE regionaler Giftnotruf, z. B. 030 19240) und bei schweren Symptomen den Notruf 144 oder 112. Löse kein Erbrechen aus und gib weder Milch noch Salzwasser. Heb Pilzreste, Putzabfälle und Erbrochenes für die Bestimmung auf und informiere alle, die mitgegessen haben, denn auch sie sollten sich untersuchen lassen.

Häufige Fragen

Tiger-Ritterling: Ist die Art essbar?

Nein, die Art ist giftig. Verursacht schwere, langwierige Magen-Darm-Vergiftungen; wird mit Erd-Ritterlingen verwechselt. Bei Verdacht auf eine Vergiftung rufst du sofort den Giftnotruf an (AT 01 406 43 43, DE regionaler Giftnotruf).

Tiger-Ritterling: Wann und wo wächst die Art?

Die Saison reicht in Mitteleuropa von August bis Oktober. Partner und Standort: Rotbuche, Weißtanne, Fichte. Boden: Nur kalkhaltige Böden. Höhenlage: Vor allem montane Lagen.

Tiger-Ritterling: Welche Doppelgänger gibt es?

Besonders wichtig ist die Abgrenzung zu Seifen-Ritterling (Tricholoma saponaceum, giftig): Er riecht nach Seife und rötet in der Stielbasis. Weitere Doppelgänger: Gemeiner Erd-Ritterling, Schwarzschuppiger Erd-Ritterling.

Verwandte Arten

Pilzkarte öffnen Pilztrainer: Teste dich

Quellen

Bildnachweise

Kein Ersatz für eine persönliche Pilzkontrolle. Angaben ohne Gewähr. Stand: 17.10.2026.

Pilzkarte öffnen