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Frühlings-Knollenblätterpilz

Amanita verna Bull. ex Lam. · Amanitaceae

Auch: Weißer Knollenblätterpilz

☠ Tödlich giftig

Wo wächst er gerade? Zur Karte Pilzalarm für diese Art Wie Pilzalarm funktioniert

Bestimmung in 5 Schritten

Der Frühlings-Knollenblätterpilz ist ein rein weißer Wulstling mit Ring und sackartiger Volva, der schon im späten Frühjahr erscheint. Wie der Grüne Knollenblätterpilz verursacht er tödliche Amatoxin-Vergiftungen.

Hut4 bis 10 cm
SaisonMai bis Juli
Sporenpulverweiß
FamilieAmanitaceae
  1. Hut. Der Hut ist 4 bis 10 cm breit, weiß, teils leicht ockerlich in der Mitte, gewölbt bis flach, glatt.
  2. Unterseite. Die Lamellen sind weiß und frei.
  3. Stiel, Ring und Volva. Der Stiel ist weiß und glatt, mit hängendem, weißem Ring und einer knolligen Basis in einer häutigen, sackartigen Volva.
  4. Geruch und Geschmack. Keine Geschmacksprobe!
  5. Verfärbung und Fleisch. Das Fleisch ist weiß; mit Kalilauge färbt es sich orangegelb.

Verwechslungsgefahr

Tödlich giftig; erscheint schon im Frühjahr, wenn kaum jemand mit Knollenblätterpilzen rechnet.

Direkter Vergleich

Frühlings-KnollenblätterpilzKegelhütiger KnollenblätterpilzWeiße ChampignonsMaipilz
Hutbreit, 4 bis 10 cmkegeligweiß bis bräunlich, trocken, nie schmierig, Rand nicht gerieftbreit, 4 bis 12 cm
UnterseiteLamellen weiß und freiLamellen weißLamellen rosa bis braungedrängte, cremeweiße Lamellen
Stielweiß, glatt, hängender Ringweiß, stark flockig, mit Ring, knollige Basis in sackartiger Volvaohne Volvaohne Ring und Volva
KonsistenzFleisch weiß; mit Kalilauge färbt sich orangegelbFleisch weiß, keine VerfärbungFleisch weiß, rötet oder gilbt je nach ArtFleisch weiß, Geruch stark nach Mehl
SpeisewertTödlich giftigTödlich giftigEssbarEssbar

Alle Doppelgänger im Überblick →

Lebensraum & Saison

Wärmebegünstigte Laubwälder, oft auf Kalk. Wärmere, tiefere Lagen.

Baumpartner

EicheRotbucheEdelkastanie

Eiche, Rotbuche, Edelkastanie.

Saison

möglich gut Hauptsaison

Frühjahr bis Frühsommer; in Mitteleuropa selten, eher in wärmeren Regionen.

Pilzregionen mit täglicher Prognose

Für diese Art gibt es noch keine Fundzahlen je Region. Die Länderseiten führen zu allen Regionen mit täglicher Prognose.

Alle Pilzregionen →

Sicherheit

Nie essen ohne sichere Bestimmung. Tödlich giftig: Schon ein Hut kann tödlich sein. Bei Verdacht auf Verzehr sofort Notruf und Giftnotruf.

Hinweise für dein Land

Deutschland

Giftnotruf:

Giftnotruf Berlin030 19240Giftinformationszentrum München089 19240GIZ-Nord Göttingen0551 19240

Notruf: 112

Pilzberatung: DGfM: Pilzsachverständige finden. Pilzsachverständige der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

Sammelregeln: Nicht besonders geschützte Pilze in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf, sofern kein Schutzgebiet oder Verbot entgegensteht. Bestimmte besonders geschützte Speisepilze (z. B. Steinpilz, Pfifferling, Birkenpilz) dürfen in geringen Mengen für den eigenen Bedarf gesammelt werden.

Österreich

Giftnotruf:

Vergiftungsinformationszentrale (VIZ)01 406 43 43

Notruf: 112 · 144

Pilzberatung: Österreichische Mykologische Gesellschaft (ÖMG), Pilzberatung. Pilzberatung der ÖMG oder regionale Beratungsstellen, etwa Marktämter.

Sammelregeln: Höchstens 2 kg Pilze pro Person und Tag, wenn der Waldeigentümer das Sammeln nicht untersagt hat; organisierte Sammelveranstaltungen sind verboten. Zusätzlich Landesregeln (Sammelzeiten, Schonzeiten), z. B. Kärnten, Tirol, Vorarlberg, Salzburg.

Schweiz

Giftnotruf:

Tox Info Suisse145

Notruf: 144 · 112

Pilzberatung: VAPKO: Pilzkontrollstelle finden. Amtliche Pilzkontrollstellen der Gemeinden und Kantone (VAPKO-Verzeichnis).

Naturschutz und Sammelregeln

Nicht besonders geschützt.

Salzburg: Sammeln giftiger Pilze verboten.

Rote Liste Deutschland: Daten unzureichend

Vergiftung

GiftAmatoxine (alpha-Amanitin), hitzestabil.
SyndromPhalloides-Syndrom (Amatoxin-Syndrom).
SymptomeHeftige Brechdurchfälle, dann trügerische Besserung, danach Leberversagen.
Latenzzeit6 bis 24 Stunden.
Sofortmaßnahmen: Das ist ein Notfall, auch wenn noch keine Beschwerden bestehen. Fahr sofort in ein Krankenhaus oder ruf 144 bzw. 112 und den Giftnotruf (AT 01 406 43 43, DE z. B. 030 19240). Warte nicht ab, ob Symptome auftreten, und lass dich auch von einer scheinbaren Besserung nicht täuschen. Löse kein Erbrechen aus. Heb Pilzreste, Putzabfälle und Erbrochenes auf und informiere alle Mitesser.

Häufige Fragen

Frühlings-Knollenblätterpilz: Ist die Art essbar?

Nein, die Art ist tödlich giftig. Tödlich giftig; erscheint schon im Frühjahr, wenn kaum jemand mit Knollenblätterpilzen rechnet. Schon der Verdacht auf Verzehr ist ein Notfall: Notruf 144 oder 112 und Giftnotruf.

Frühlings-Knollenblätterpilz: Wann und wo wächst die Art?

Die Saison reicht in Mitteleuropa von Mai bis Juli. Frühjahr bis Frühsommer; in Mitteleuropa selten, eher in wärmeren Regionen. Partner und Standort: Eiche, Rotbuche, Edelkastanie. Boden: Wärmebegünstigte Laubwälder, oft auf Kalk. Höhenlage: Wärmere, tiefere Lagen.

Frühlings-Knollenblätterpilz: Welche Doppelgänger gibt es?

Besonders wichtig ist die Abgrenzung zu Kegelhütiger Knollenblätterpilz (Amanita virosa, tödlich giftig): Er hat einen kegeligen Hut und stark flockigen Stiel; ebenfalls tödlich. Weitere Doppelgänger: Weiße Champignons, Maipilz.

Verwandte Arten

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Quellen

Bildnachweise

Kein Ersatz für eine persönliche Pilzkontrolle. Angaben ohne Gewähr. Stand: 17.10.2026.

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