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Weiße Champignons

Agaricus spec. L. · Agaricaceae

Auch: Egerlinge, Angerlinge

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Bestimmung in 5 Schritten

Champignons (Agaricus) sind Blätterpilze mit weißem bis bräunlichem, trockenem Hut, einem Ring am Stiel und Lamellen, die jung rosa und später schokoladenbraun sind. Die weißen Arten wie der Wiesen-Champignon sind beliebte Speisepilze. Weil sie mit tödlich giftigen Knollenblätterpilzen und dem giftigen Karbol-Champignon verwechselt werden können, ist sichere Bestimmung Pflicht.

SaisonJuni bis November
Sporenpulverdunkelbraun bis purpurbraun
FamilieAgaricaceae
  1. Hut. Die Huthaut ist weiß, gelblich oder braun gefärbt, glatt, faserig oder schuppig, aber stets trocken und nie schmierig. Der Hutrand ist nicht gerieft. Bei manchen Arten gilbt die Huthaut bei Druck.
  2. Unterseite. Die Lamellen stehen frei vom Stiel und meist dicht gedrängt. Jung sind sie blass grau bis rosa, mit der Sporenreife werden sie schokoladenbraun bis purpurschwarz. Sie sind nie weiß.
  3. Stiel, Ring und Volva. Der Stiel steht mittig, lässt sich leicht vom Hut trennen und trägt einen Ring oder zumindest Velumreste. Er kann an der Basis knollig sein, hat aber keine Scheide (Volva).
  4. Geruch und Geschmack. Einige Arten riechen nach Anis, Mandeln oder Phenol. Ein Geruch nach Phenol oder Tinte weist auf giftige Arten.
  5. Verfärbung und Fleisch. Das Fleisch kann unveränderlich weiß sein oder bei Verletzung gilben oder röten.

Verwechslungsgefahr

Gruppensteckbrief: Zur Gattung gehören beliebte Speisepilze, aber auch giftige Arten. Weiße Champignons werden leicht mit tödlich giftigen weißen Knollenblätterpilzen verwechselt. Merke: Champignons haben nie weiße Lamellen und keine Scheide an der Stielbasis.

Direkter Vergleich

Weiße ChampignonsKegelhütiger KnollenblätterpilzFrühlings-KnollenblätterpilzKarbol-Champignon
Hutweiß bis bräunlich, trocken, nie schmierig, Rand nicht gerieftweiß, kegelig bis glockig, glattweiß, glatt, halbkugelig bis flachweißlich bis graubraun, glatt bis schwach schuppig
Unterseitefreie Lamellen, jung rosa, später schokoladenbraunweiße, freie Lamellen, bleiben weißweiße, freie Lamellenfreie Lamellen, rosa bis dunkelbraun
Stielmittig, Ring, keine Scheideweiß, flockig, mit Ring, knollige Basis in sackartiger Volvaweiß, mit Ring, knollige Basis in sackartiger Volvamit Ring, Basis im Anschnitt chromgelb
Konsistenzfleischig, Stiel teils zähfaserigfleischigfleischigfleischig
SpeisewertEssbarTödlich giftigTödlich giftigGiftig

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Lebensraum & Saison

Wiesen, Weiden, Gärten, Parks, Wälder, auch gedüngter Boden oder Kompost. Keine verlässlichen Angaben.

Baumpartner

Kein Baumpartner, Champignons sind Streu- und Bodenzersetzer.

Saison

möglich gut Hauptsaison

Je nach Art unterschiedlich. Der Wiesen-Champignon beginnt nach ausgiebigen Regenfällen ab Juli.

Pilzregionen mit täglicher Prognose

Für diese Art gibt es noch keine Fundzahlen je Region. Die Länderseiten führen zu allen Regionen mit täglicher Prognose.

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Chance in deiner Nähe

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Sicherheit

Nie essen ohne sichere Bestimmung. Iss nur Pilze, die du zweifelsfrei bestimmt hast, und gare sie immer gut durch.

Hinweise für dein Land

Deutschland

Giftnotruf:

Giftnotruf Berlin030 19240Giftinformationszentrum München089 19240GIZ-Nord Göttingen0551 19240

Notruf: 112

Pilzberatung: DGfM: Pilzsachverständige finden. Pilzsachverständige der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

Sammelregeln: Nicht besonders geschützte Pilze in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf, sofern kein Schutzgebiet oder Verbot entgegensteht. Bestimmte besonders geschützte Speisepilze (z. B. Steinpilz, Pfifferling, Birkenpilz) dürfen in geringen Mengen für den eigenen Bedarf gesammelt werden.

Österreich

Giftnotruf:

Vergiftungsinformationszentrale (VIZ)01 406 43 43

Notruf: 112 · 144

Pilzberatung: Österreichische Mykologische Gesellschaft (ÖMG), Pilzberatung. Pilzberatung der ÖMG oder regionale Beratungsstellen, etwa Marktämter.

Sammelregeln: Höchstens 2 kg Pilze pro Person und Tag, wenn der Waldeigentümer das Sammeln nicht untersagt hat; organisierte Sammelveranstaltungen sind verboten. Zusätzlich Landesregeln (Sammelzeiten, Schonzeiten), z. B. Kärnten, Tirol, Vorarlberg, Salzburg.

Schweiz

Giftnotruf:

Tox Info Suisse145

Notruf: 144 · 112

Pilzberatung: VAPKO: Pilzkontrollstelle finden. Amtliche Pilzkontrollstellen der Gemeinden und Kantone (VAPKO-Verzeichnis).

Naturschutz und Sammelregeln

Nicht besonders geschützt.

Küche

Gebraten, gedünstet oder in Soßen. Nur junge, feste Pilze mit hellrosa bis braunen Lamellen verwenden und jeden Pilz vor dem Garen längs aufschneiden. Mindestens 15 Minuten garen.

Keine gesicherten Angaben zum Trocknen. Verwechslungsgefahr mit tödlich giftigen weißen Knollenblätterpilzen. Besonders gilbende Arten reichern Schwermetalle in hohen Mengen an. Nach Phenol riechende oder an der Stielbasis chromgelb anlaufende Champignons sind giftig.

Häufige Fragen

Sind weiße Champignons aus dem Wald oder von der Wiese essbar?

Viele Arten der Gattung sind essbar, andere sind giftig. Weiße Champignons dürfen nur gegessen werden, wenn sie sicher bestimmt sind und gut durchgegart werden.

Woran erkennt man einen Champignon?

An den freien Lamellen, die jung rosa und später schokoladenbraun sind, dem Ring am Stiel und der fehlenden Scheide an der Stielbasis.

Wie erkennt man den giftigen Karbol-Champignon?

Er riecht nach Karbol, also nach Phenol, und das Fleisch in der Stielbasis ist leuchtend chromgelb.

Womit kann man weiße Champignons verwechseln?

Mit den tödlich giftigen weißen Knollenblätterpilzen, die immer weiße Lamellen und eine Scheide an der Stielbasis haben, und mit dem giftigen Karbol-Champignon.

Verwandte Arten

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Quellen

Bildnachweise

Kein Ersatz für eine persönliche Pilzkontrolle. Angaben ohne Gewähr. Stand: 17.10.2026.

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