FungiFindFungiFind

FungiFind › Pilzarten

Schönfuß-Röhrling

Caloboletus calopus (Pers.) Vizzini · Boletaceae

Auch: Dickfuß-Röhrling

☠ Giftig

Wo wächst er gerade? Zur Karte Pilzalarm für diese Art Wie Pilzalarm funktioniert

Bestimmung in 5 Schritten

Der Schönfuß-Röhrling hat einen grauweißen bis hellbraunen Hut, gelbe Poren und einen rot genetzten Stiel. Er schmeckt stark bitter und gilt als leicht giftig.

Hut5 bis 15 cm
SaisonJuli bis Dezember
Sporenpulverolivbraun
FamilieBoletaceae
  1. Hut. Der Hut ist 5 bis 15 cm breit, grauweiß bis hell olivbraun, trocken und fein filzig.
  2. Unterseite. Die Röhren und Poren sind gelb und blauen auf Druck.
  3. Stiel, Ring und Volva. Der Stiel ist oben gelb, unten karminrot mit einem deutlichen weißlichen bis roten Netz. Ring und Volva fehlen.
  4. Geruch und Geschmack. Er schmeckt stark bitter; eine winzige Probe sofort ausspucken.
  5. Verfärbung und Fleisch. Das Fleisch ist weißlich bis blassgelb und blaut.

Verwechslungsgefahr

Sehr bitter und leicht giftig; verursacht Magen-Darm-Beschwerden.

Direkter Vergleich

Schönfuß-RöhrlingWurzelnder BitterröhrlingNetzstieliger Hexen-RöhrlingGemeiner Steinpilz
Hutbreit, 5 bis 15 cm8 bis 20 cm breit, matt cremeweiß bis hellockerbreit, 6 bis 15 cmbreit, 5 bis 25 cm
UnterseitePoren gelb, blauend auf DruckPoren gelb, blauend auf DruckPoren orange bis rot, Röhren gelb bis olivgrünRöhren weiß bis olivgrün
Stieloben gelb, unten karminrot, Netz weißlich bis rotkaum rotgelb bis orangerot mit einem deutlichen, rötlichen, langmaschigen Netzdick, bauchig bis keulig, weißlich bis hellbraun
KonsistenzFleisch weißlich bis blassgelb und blautweiß und verfärbt sich nicht oder nur schwachFleisch gelb, blaut sofortFleisch weiß, nicht blauend
SpeisewertGiftigUngenießbarEssbar mit EinschränkungEssbar

Alle Doppelgänger im Überblick →

Lebensraum & Saison

Saure Böden. Vor allem montane Lagen.

Baumpartner

FichteTanneRotbucheEiche

Fichte, Tanne, auch Rotbuche und Eiche.

Saison

möglich gut Hauptsaison

Pilzregionen mit täglicher Prognose

Für diese Art gibt es noch keine Fundzahlen je Region. Die Länderseiten führen zu allen Regionen mit täglicher Prognose.

Alle Pilzregionen →

Sicherheit

Nie essen ohne sichere Bestimmung. Giftpilz: Nicht essen. Bei Verdacht auf Verzehr sofort den Giftnotruf anrufen.

Hinweise für dein Land

Deutschland

Giftnotruf:

Giftnotruf Berlin030 19240Giftinformationszentrum München089 19240GIZ-Nord Göttingen0551 19240

Notruf: 112

Pilzberatung: DGfM: Pilzsachverständige finden. Pilzsachverständige der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

Sammelregeln: Nicht besonders geschützte Pilze in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf, sofern kein Schutzgebiet oder Verbot entgegensteht. Bestimmte besonders geschützte Speisepilze (z. B. Steinpilz, Pfifferling, Birkenpilz) dürfen in geringen Mengen für den eigenen Bedarf gesammelt werden.

Österreich

Giftnotruf:

Vergiftungsinformationszentrale (VIZ)01 406 43 43

Notruf: 112 · 144

Pilzberatung: Österreichische Mykologische Gesellschaft (ÖMG), Pilzberatung. Pilzberatung der ÖMG oder regionale Beratungsstellen, etwa Marktämter.

Sammelregeln: Höchstens 2 kg Pilze pro Person und Tag, wenn der Waldeigentümer das Sammeln nicht untersagt hat; organisierte Sammelveranstaltungen sind verboten. Zusätzlich Landesregeln (Sammelzeiten, Schonzeiten), z. B. Kärnten, Tirol, Vorarlberg, Salzburg.

Schweiz

Giftnotruf:

Tox Info Suisse145

Notruf: 144 · 112

Pilzberatung: VAPKO: Pilzkontrollstelle finden. Amtliche Pilzkontrollstellen der Gemeinden und Kantone (VAPKO-Verzeichnis).

Naturschutz und Sammelregeln

Nicht besonders geschützt.

Oberösterreich: vollkommen geschützt (ÖMG-Übersicht).

Rote Liste Deutschland: Ungefährdet

Vergiftung

GiftBitterstoffe, Giftstoff nicht genau bekannt.
SyndromGastrointestinales Syndrom.
SymptomeÜbelkeit, Erbrechen, Durchfall.
LatenzzeitWenige Stunden.
Sofortmaßnahmen: Ruf sofort den Giftnotruf an (AT 01 406 43 43, DE regionaler Giftnotruf, z. B. 030 19240) und bei schweren Symptomen den Notruf 144 oder 112. Löse kein Erbrechen aus und gib weder Milch noch Salzwasser. Heb Pilzreste, Putzabfälle und Erbrochenes für die Bestimmung auf und informiere alle, die mitgegessen haben, denn auch sie sollten sich untersuchen lassen.

Häufige Fragen

Schönfuß-Röhrling: Ist die Art essbar?

Nein, die Art ist giftig. Sehr bitter und leicht giftig; verursacht Magen-Darm-Beschwerden. Bei Verdacht auf eine Vergiftung rufst du sofort den Giftnotruf an (AT 01 406 43 43, DE regionaler Giftnotruf).

Schönfuß-Röhrling: Wann und wo wächst die Art?

Die Saison reicht in Mitteleuropa von Juli bis Dezember. Partner und Standort: Fichte, Tanne, auch Rotbuche und Eiche. Boden: Saure Böden. Höhenlage: Vor allem montane Lagen.

Schönfuß-Röhrling: Welche Doppelgänger gibt es?

Besonders wichtig ist die Abgrenzung zu Wurzelnder Bitterröhrling (Caloboletus radicans, ungenießbar): Sein Stiel ist kaum rot gefärbt, er wächst auf Kalk unter Laubbäumen. Weitere Doppelgänger: Netzstieliger Hexen-Röhrling, Gemeiner Steinpilz.

Verwandte Arten

Pilzkarte öffnen Pilztrainer: Teste dich

Quellen

Bildnachweise

Kein Ersatz für eine persönliche Pilzkontrolle. Angaben ohne Gewähr. Stand: 17.10.2026.

Pilzkarte öffnen