Steinpilz (Boletus edulis)
Der Gemeine Steinpilz, in Österreich Herrenpilz genannt, ist ein kräftiger Röhrling mit braunem Hut und weißem Netz am dicken Stiel. Er gilt als einer der begehrtesten Speisepilze Mitteleuropas und wächst vor allem unter Fichten und Buchen.
Wissenschaftlicher Name: Boletus edulis
Merkmale
Der Hut ist 5 bis 25 cm breit, hell- bis dunkelbraun, oft mit hellerem Rand, glatt und bei Feuchtigkeit leicht schmierig bis speckig glänzend. Die Röhren sind jung weiß, werden dann gelblich und im Alter olivgrün. Sie verfärben sich auf Druck nicht blau. Der Stiel ist dick, bauchig bis keulig, weißlich bis hellbraun und trägt vor allem oben ein feines, weißes Netz. Ring und Volva fehlen. Er riecht angenehm pilzig und schmeckt mild nussig. Bei Verdacht auf Gallenröhrling hilft eine winzige Geschmacksprobe am rohen Fleisch, die du sofort ausspuckst; der Gallenröhrling schmeckt sehr bitter. Das Fleisch ist fest und weiß und verfärbt sich beim Anschneiden nicht, unter der Huthaut ist es oft leicht weinbräunlich. olivbraun
Lebensraum
Vor allem Fichte und Rotbuche, auch Kiefer, Tanne, Eiche und Birke.. Eher saure, nährstoffarme Böden in Nadel- und Laubwäldern.. Vom Tiefland bis in die Bergwälder.
Saison
Juni bis November Vereinzelt schon ab Mai, in größeren Mengen meist von August bis Oktober; Nachtfröste beenden die Saison.
Wetter und Fruchten
Braucht nach warmen Tagen ergiebigen Regen und dann einige feuchte, milde Nächte — der Boden darf nicht austrocknen, Staunässe bremst aber auch.
Verwechslungsgefahr
Gemeiner Gallenröhrling: Er hat ein dunkles, grobes Stielnetz und im Alter rosa Röhren, außerdem schmeckt er extrem bitter. Satans-Röhrling: Er hat rote Poren, einen rot genetzten Stiel und blauendes Fleisch. Maronen-Röhrling: Sein Stiel ist ohne Netz, und die gelben Röhren blauen auf Druck.
Weitere Regionen
Steinpilz · Österreich
Alpen, Voralpen und Beckenlandschaften: starke Höhen- und West-Ost-Gradienten. Steinpilz-Saison oft von den Tallagen bis in die Mittelgebirge gestaffelt — Suchanfragen wie „Steinpilz Karte Österreich“ zielen auf diese Übersicht.
Steinpilz · Bayern
Vom Alpenrand über den Bayerischen Wald bis Franken: kühle Mittelgebirge und feuchte Staulagen. „Pilzticker Bayern“-ähnliche Aktualität liefert die Live-Wetterkarte, nicht eine einzelne Regionalseite.
Steinpilz · Baden-Württemberg
Schwarzwald und Schwäbische Alb: Weststau bringt oft mehr Regen als im Rheintal; Saison in den Höhen später.
Steinpilz · Niederösterreich
Wienerwald, Mostviertel und Waldviertel: Beckenlage oft früher als die Alpen, kontinentale Trockenphasen möglich.
Steinpilz · Steiermark
Alpenvorland und Mittelgebirge mit Fichte und Buche; Steinpilz- und Eierschwammerl-Fenster stark wetterabhängig.
Steinpilz · Tirol
Hoher Höhengradient: Täler früher, Hochlagen Wochen später; kurze alpine Fenster.
Steinpilz · Salzburg
Nordstau der Alpen, oft feuchter als das Innere; Mischwälder in den Voralpen.
Steinpilz · Wienerwald
Hügeliger Laubmischwald westlich von Wien, milde Beckenlage, Saison oft früher als in den Alpen.
Steinpilz · Bayerischer Wald
Mittelgebirge mit Fichte und Buche, kühler und feuchter, Saison etwas später als im Alpenvorland.
Steinpilz · Schwarzwald
Höhenlagen mit Nadelwald, Weststau bringt oft mehr Regen als im Rheintal.
Steinpilz · Alpen
Höhengradient verschiebt die Saison um Wochen; Täler früher, Hochlagen später.
Steinpilz · Karpaten
Ausgedehnte Bergwälder, kontinentaler als die Alpen, oft klare Herbstwellen.
Weitere Arten
Verwechslungsgefahr: Steinpilz / Gallenröhrling
FAQ
Was zeigt die Karte?
Wetterbasierte Fund-Chancen, keine Garantie, dass am gewählten Punkt Fruchtkörper stehen.
Kann ich den Pilz essen?
Nein — diese Seite ersetzt keine Bestimmung. Bei Unsicherheit stehen lassen oder eine Pilzberatung fragen.
Gemeiner Steinpilz: Ist die Art essbar?
Ja, die Art gilt als Speisepilz. Gare ihn mindestens 15 Minuten. Vom Rohverzehr, etwa als Carpaccio, raten wir ab, weil die Literatur dazu uneinheitlich ist. Einer der besten Speisepilze, aber junge Exemplare werden oft mit dem bitteren Gallenröhrling verwechselt.
Gemeiner Steinpilz: Wann und wo wächst die Art?
Die Saison reicht in Mitteleuropa von Juni bis November. Vereinzelt schon ab Mai, in größeren Mengen meist von August bis Oktober; Nachtfröste beenden die Saison. Partner und Standort: Vor allem Fichte und Rotbuche, auch Kiefer, Tanne, Eiche und Birke. Boden: Eher saure, nährstoffarme Böden in Nadel- und Laubwäldern. Höhenlage: Vom Tiefland bis in die Bergwälder.
Gemeiner Steinpilz: Welche Doppelgänger gibt es?
Besonders wichtig ist die Abgrenzung zu Satans-Röhrling (Rubroboletus satanas, giftig): Er hat rote Poren, einen rot genetzten Stiel und blauendes Fleisch. Weitere Doppelgänger: Gemeiner Gallenröhrling, Maronen-Röhrling.
Wann lohnt sich die Tour?
Braucht nach warmen Tagen ergiebigen Regen und dann einige feuchte, milde Nächte — der Boden darf nicht austrocknen, Staunässe bremst aber auch.