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Eier-Wulstling

Amanita ovoidea (Bull.) Link · Amanitaceae

Auch: Echter Eier-Wulstling

Essbar mit EinschränkungVerwechslungsrisiko: hoch

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Bestimmung in 5 Schritten

Der Eier-Wulstling ist ein kräftiger, rein weißer Wulstling, der als Jungpilz einem Ei ähnelt. Er liebt wärmere Gebiete und gilt als essbar, wird aber leicht mit tödlich giftigen Knollenblätterpilzen und dem giftigen Ockerscheidigen Eier-Wulstling verwechselt.

Hut10 bis 25 cm
SaisonJuli bis September
Sporenpulverweiß
FamilieAmanitaceae
  1. Hut. Der Hut ist 10 bis 25 cm breit, jung eiförmig, dann polsterförmig und zuletzt flach. Die Huthaut ist anfangs mehlig-matt, später seidig glatt, reinweiß bis hellgrau und im Alter gelblich. Junge Hüte tragen flockige, vergängliche Hüllreste am Rand.
  2. Unterseite. Die dünnen, dicht gedrängten Lamellen sind weiß und enden vor dem Stiel.
  3. Stiel, Ring und Volva. Der Stiel ist 10 bis 15 cm lang, 2,5 bis 4 cm dick, weiß und unten knollig. Die Stielbasis steckt in einer sackartigen, gelblichen bis hell orangen Scheide. Die flockige Manschette am oberen Stiel bröckelt bald ab.
  4. Geruch und Geschmack. Er riecht und schmeckt unauffällig, im Alter aasartig.
  5. Verfärbung und Fleisch. Das Fleisch ist fest, voll und weiß.

Verwechslungsgefahr

Er ist in allen Teilen weiß und kräftig, hat aber Lamellen, einen Ring und eine Scheide wie die tödlich giftigen Knollenblätterpilze. Mit ihnen und mit dem giftigen Ockerscheidigen Eier-Wulstling besteht Verwechslungsgefahr. Nur für sichere Kenner.

Kegelhütiger Knollenblätterpilz Amanita virosa

tödlich giftig
Kegelhütiger Knollenblätterpilz
Foto: No machine-readable author provided. Bernypisa assumed (based on … · CC BY 2.5 · Wikimedia Commons

Er ist schlanker, hat einen kleineren Hut und eine weiße, sackartige Scheide, aber keine gelbliche Scheide und keine flockigen Hüllreste am Hutrand. Das sicherste Mittel ist, jeden weißen Wulstling mit Ring und Scheide stehen zu lassen, wenn man ihn nicht eindeutig kennt. Tödlich giftig.

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Ockerscheidiger Eier-Wulstling Amanita proxima

giftig

Seine Hülle ist orange bis ockergelb bis ockerbraun und bleibt auch im Alter an der Stielbasis als Scheide erkennbar, außerdem fehlen die Hüllreste am Hutrand junger Fruchtkörper. Er hat eine dauerhafte Manschette und ist schlanker. Die Art ist selten und verursacht teils schwere Vergiftungen mit Magen-Darm-Beschwerden und Nierenversagen.

Direkter Vergleich

Eier-WulstlingKegelhütiger KnollenblätterpilzOckerscheidiger Eier-WulstlingFransiger Wulstling
Hutreinweiß bis hellgrau, 10 bis 25 cm, jung eiförmig mit flockigen Hüllrestenweiß, kegelig bis glockig, glatt, 4 bis 10 cmweiß bis cremeweiß, ohne Hüllreste am Randweißlich bis graulich mit groben Warzen
Unterseiteweiße, dichte Lamellen, enden vor dem Stielweiße, freie Lamellenweiße, freie Lamellenweiße, freie Lamellen
Stielweiß, knollig, flockige Manschette, gelbliche Scheideweiß, stark flockig, mit Ring, knollige Basis in sackartiger Volvaschlanker, dauerhafte Manschette, ockerfarbene Scheideknollig, mit Ring und schuppigen Hüllresten an der Basis
Konsistenzfest, voll, zähfleischigfleischig, dünner als beim Eier-Wulstlingfleischigfleischig
SpeisewertEssbar mit EinschränkungTödlich giftigGiftigEssbar mit Einschränkung

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Lebensraum & Saison

Kalkhaltige Böden in wärmebegünstigten Lagen. Keine verlässlichen Angaben.

Baumpartner

EdelkastanieEiche

Verschiedene Laub- und Nadelbäume, zum Beispiel Edelkastanie, Eiche, Weiß-Tanne und Aleppo-Kiefer.

Saison

möglich gut Hauptsaison

Er bevorzugt wärmere, südlichere Gebiete mit mildem Klima.

Pilzregionen mit täglicher Prognose

Für diese Art gibt es noch keine Fundzahlen je Region. Die Länderseiten führen zu allen Regionen mit täglicher Prognose.

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Chance in deiner Nähe

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Sicherheit

Nie essen ohne sichere Bestimmung. Iss nur Pilze, die du zweifelsfrei bestimmt hast, und gare sie immer gut durch.

Hinweise für dein Land

Deutschland

Giftnotruf:

Giftnotruf Berlin030 19240Giftinformationszentrum München089 19240GIZ-Nord Göttingen0551 19240

Notruf: 112

Pilzberatung: DGfM: Pilzsachverständige finden. Pilzsachverständige der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

Sammelregeln: Nicht besonders geschützte Pilze in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf, sofern kein Schutzgebiet oder Verbot entgegensteht. Bestimmte besonders geschützte Speisepilze (z. B. Steinpilz, Pfifferling, Birkenpilz) dürfen in geringen Mengen für den eigenen Bedarf gesammelt werden.

Österreich

Giftnotruf:

Vergiftungsinformationszentrale (VIZ)01 406 43 43

Notruf: 112 · 144

Pilzberatung: Österreichische Mykologische Gesellschaft (ÖMG), Pilzberatung. Pilzberatung der ÖMG oder regionale Beratungsstellen, etwa Marktämter.

Sammelregeln: Höchstens 2 kg Pilze pro Person und Tag, wenn der Waldeigentümer das Sammeln nicht untersagt hat; organisierte Sammelveranstaltungen sind verboten. Zusätzlich Landesregeln (Sammelzeiten, Schonzeiten), z. B. Kärnten, Tirol, Vorarlberg, Salzburg.

Schweiz

Giftnotruf:

Tox Info Suisse145

Notruf: 144 · 112

Pilzberatung: VAPKO: Pilzkontrollstelle finden. Amtliche Pilzkontrollstellen der Gemeinden und Kantone (VAPKO-Verzeichnis).

Naturschutz und Sammelregeln

In Mitteleuropa eher selten.

Küche

Nur sicher bestimmte, feste Fruchtkörper verwenden und in Scheiben braten oder schmoren. Mindestens 15 Minuten garen.

Keine gesicherten Angaben zum Trocknen. Verwechslungsgefahr mit tödlich giftigen Knollenblätterpilzen. Alte Fruchtkörper riechen aasartig und sind nicht mehr zu verwenden.

Häufige Fragen

Ist der Eier-Wulstling essbar?

Er gilt als essbar. Wegen der Verwechslung mit tödlich giftigen Knollenblätterpilzen und dem giftigen Ockerscheidigen Eier-Wulstling ist er nur etwas für sichere Kenner.

Woran erkennt man den Eier-Wulstling?

An dem kräftigen, rein weißen Fruchtkörper mit flockigen Hüllresten am Hutrand junger Pilze, den weißen freien Lamellen und der gelblichen bis hell orangen Scheide an der Stielbasis.

Womit kann man ihn verwechseln?

Mit dem Kegelhütigen Knollenblätterpilz, der tödlich giftig ist, mit dem giftigen Ockerscheidigen Eier-Wulstling und mit dem Fransigen Wulstling. Weiße Wulstlinge mit Ring und Scheide sollte man ohne sichere Kenntnis stehen lassen.

Wann wächst der Eier-Wulstling?

Von Juli bis September, bevorzugt in wärmeren Gebieten mit mildem Klima unter Laub- und Nadelbäumen.

Verwandte Arten

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Quellen

Bildnachweise

Kein Ersatz für eine persönliche Pilzkontrolle. Angaben ohne Gewähr. Stand: 17.10.2026.

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