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Grünblättriger Schwefelkopf

Hypholoma fasciculare (Huds.) P.Kumm. · Strophariaceae

☠ Giftig

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Bestimmung in 5 Schritten

Der Grünblättrige Schwefelkopf wächst in großen Büscheln an Stümpfen und hat schwefelgelbe Hüte und grünliche Lamellen. Er schmeckt bitter und verursacht Magen-Darm-Vergiftungen.

Hut2 bis 7 cm
SaisonMai bis Dezember
Sporenpulverviolettbraun
FamilieStrophariaceae
  1. Hut. Der Hut ist 2 bis 7 cm breit, schwefelgelb mit orangebräunlicher Mitte.
  2. Unterseite. Die Lamellen sind jung schwefelgelb bis grünlich, später olivgrün bis schwarzviolett.
  3. Stiel, Ring und Volva. Der Stiel ist gelb, faserig, mit vergänglicher, dunkel bestäubter Ringzone, aber ohne häutigen Ring. Eine Volva fehlt.
  4. Geruch und Geschmack. Er schmeckt sehr bitter. Für Anfänger ist eine Geschmacksprobe hier nicht nötig, die grünlichen Lamellen genügen.
  5. Verfärbung und Fleisch. Das Fleisch ist schwefelgelb.

Verwechslungsgefahr

Häufiger Büschelpilz an Holz; er wird mit Hallimasch und Stockschwämmchen verwechselt.

Direkter Vergleich

Grünblättriger SchwefelkopfHoniggelber HallimaschRauchblättriger SchwefelkopfGemeines Stockschwämmchen
Hutbreit, 2 bis 7 cmbreit, 3 bis 12 cmblassgelb bis gelbbraun, Mitte fuchsig, 2 bis 8 cmbreit, 3 bis 6 cm
UnterseiteLamellen jung schwefelgelb bis grünlichLamellen weißlichLamellen grauLamellen ohne Grüntöne
Stielgelb, faserig, mit vergänglicher, dunkel bestäubter Ringzonedeutlicher Ringhohl, büschelig, oben hell, unten rostbraunberingt, unterhalb geschuppt
KonsistenzFleisch schwefelgelbFleisch weißlichFleisch weißlichFleisch hell, cremefarben bis blassbraun
SpeisewertGiftigEssbar mit EinschränkungEssbarEssbar

Alle Doppelgänger im Überblick →

Lebensraum & Saison

Stümpfe, Wurzeln, auch vergrabenes Holz. Vom Tiefland bis ins Bergland.

Baumpartner

KieferRotbuche

Laub- und Nadelholz, vor allem Kiefer und Rotbuche.

Saison

möglich gut Hauptsaison

Bei mildem Wetter auch im Winter.

Pilzregionen mit täglicher Prognose

Für diese Art gibt es noch keine Fundzahlen je Region. Die Länderseiten führen zu allen Regionen mit täglicher Prognose.

Alle Pilzregionen →

Sicherheit

Nie essen ohne sichere Bestimmung. Giftpilz: Nicht essen. Bei Verdacht auf Verzehr sofort den Giftnotruf anrufen.

Hinweise für dein Land

Deutschland

Giftnotruf:

Giftnotruf Berlin030 19240Giftinformationszentrum München089 19240GIZ-Nord Göttingen0551 19240

Notruf: 112

Pilzberatung: DGfM: Pilzsachverständige finden. Pilzsachverständige der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

Sammelregeln: Nicht besonders geschützte Pilze in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf, sofern kein Schutzgebiet oder Verbot entgegensteht. Bestimmte besonders geschützte Speisepilze (z. B. Steinpilz, Pfifferling, Birkenpilz) dürfen in geringen Mengen für den eigenen Bedarf gesammelt werden.

Österreich

Giftnotruf:

Vergiftungsinformationszentrale (VIZ)01 406 43 43

Notruf: 112 · 144

Pilzberatung: Österreichische Mykologische Gesellschaft (ÖMG), Pilzberatung. Pilzberatung der ÖMG oder regionale Beratungsstellen, etwa Marktämter.

Sammelregeln: Höchstens 2 kg Pilze pro Person und Tag, wenn der Waldeigentümer das Sammeln nicht untersagt hat; organisierte Sammelveranstaltungen sind verboten. Zusätzlich Landesregeln (Sammelzeiten, Schonzeiten), z. B. Kärnten, Tirol, Vorarlberg, Salzburg.

Schweiz

Giftnotruf:

Tox Info Suisse145

Notruf: 144 · 112

Pilzberatung: VAPKO: Pilzkontrollstelle finden. Amtliche Pilzkontrollstellen der Gemeinden und Kantone (VAPKO-Verzeichnis).

Naturschutz und Sammelregeln

Nicht besonders geschützt.

Salzburg: Sammeln giftiger Pilze verboten, außer einzelne Exemplare zur Bestimmung.

Rote Liste Deutschland: Ungefährdet

Vergiftung

GiftFasciculole und weitere Bitterstoffe.
SyndromGastrointestinales Syndrom.
LatenzzeitMeist innerhalb weniger Stunden.
Sofortmaßnahmen: Ruf sofort den Giftnotruf an (AT 01 406 43 43, DE regionaler Giftnotruf, z. B. 030 19240) und bei schweren Symptomen den Notruf 144 oder 112. Löse kein Erbrechen aus und gib weder Milch noch Salzwasser. Heb Pilzreste, Putzabfälle und Erbrochenes für die Bestimmung auf und informiere alle, die mitgegessen haben, denn auch sie sollten sich untersuchen lassen.

Häufige Fragen

Grünblättriger Schwefelkopf: Ist die Art essbar?

Nein, die Art ist giftig. Häufiger Büschelpilz an Holz; er wird mit Hallimasch und Stockschwämmchen verwechselt. Bei Verdacht auf eine Vergiftung rufst du sofort den Giftnotruf an (AT 01 406 43 43, DE regionaler Giftnotruf).

Grünblättriger Schwefelkopf: Wann und wo wächst die Art?

Die Saison reicht in Mitteleuropa von Mai bis Dezember. Bei mildem Wetter auch im Winter. Partner und Standort: Laub- und Nadelholz, vor allem Kiefer und Rotbuche. Boden: Stümpfe, Wurzeln, auch vergrabenes Holz. Höhenlage: Vom Tiefland bis ins Bergland.

Grünblättriger Schwefelkopf: Welche Doppelgänger gibt es?

Besonders wichtig ist die Abgrenzung zu Honiggelber Hallimasch (Armillaria mellea, essbar mit Einschränkung): Er hat einen deutlichen Ring und weißliche Lamellen. Weitere Doppelgänger: Rauchblättriger Schwefelkopf, Gemeines Stockschwämmchen.

Verwandte Arten

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Quellen

Bildnachweise

Kein Ersatz für eine persönliche Pilzkontrolle. Angaben ohne Gewähr. Stand: 17.10.2026.

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