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Gemeines Stockschwämmchen

Kuehneromyces mutabilis (Schaeff.) Singer & A.H.Sm. · Strophariaceae

Regional: Stockschwammerl; auch Stockschwämmchen

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Bestimmung in 5 Schritten

Das Gemeine Stockschwämmchen ist ein beliebter Speisepilz, der büschelig an Laubholz, seltener Nadelholz wächst. Der Hut ist bräunlich-gelblich, fettig glänzend und feucht fleckig, am Stiel sitzt ein dauerhafter, häutiger Ring. Es kann mit dem tödlich giftigen Gift-Häubling verwechselt werden.

SaisonApril bis November
Sporenpulverbraun
FamilieStrophariaceae
  1. Hut. Der Hut ist klein bis mittelgroß, bräunlich-gelblich, schwach gebuckelt und dünnfleischig. Die Huthaut ist kahl, fettig glänzend und hygrophan, das heißt, sie wird feucht fleckig.
  2. Unterseite. Die hellbräunlichen Lamellen sind etwas herablaufend oder breit angewachsen, sie stehen nie frei.
  3. Stiel, Ring und Volva. Der Stiel steht zentral und trägt einen häutigen, dauerhaften Ring. Unterhalb des Rings ist er schuppig. Eine Volva fehlt.
  4. Geruch und Geschmack. Er riecht und schmeckt angenehm pilzig, ohne Mehlgeruch.
  5. Verfärbung und Fleisch. Das Fleisch ist dünn und bräunlich.

Verwechslungsgefahr

Er wächst büschelig auf Holz und hat braunes Sporenpulver. Das tödlich giftige Gift-Häubling wächst ebenfalls auf Holz und sieht ähnlich aus. Eine Verwechslung kann tödlich enden, daher nur für sichere Kenner.

Direkter Vergleich

Gemeines StockschwämmchenGift-HäublingGrünblättriger SchwefelkopfHoniggelber Hallimasch
Hutbräunlich-gelblich, hygrophan, fettig glänzendgelbbraun bis honigbraun, hygrophan, meist kleinschwefelgelb, Mitte oft orange bis bräunlichhoniggelb bis braun mit dunklen Schüppchen
Unterseitehellbräunliche, angewachsene bis herablaufende Lamellenangewachsene bis herablaufende, rostbraune Lamellengelbliche bis olivgrüne Lamellenweißliche, herablaufende Lamellen
Stielmit dauerhaftem Ring, darunter schuppigdünner Ring, darunter glatt, faseriggelblich, ohne dauerhaften Ringfaserig, mit Ring
Konsistenzdünnfleischig, Stiel faserigdünnfleischig, Geruch mehlartigdünnfleischigzäher Stiel
SpeisewertEssbarTödlich giftigGiftigEssbar mit Einschränkung

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Lebensraum & Saison

Auf Stümpfen und totem Holz, büschelig und gesellig. Keine verlässlichen Angaben.

Baumpartner

Wächst als Holzzersetzer auf Laubholz, seltener auf Nadelholz.

Saison

möglich gut Hauptsaison

Grobe Angabe, die Fruchtzeit hängt von der Witterung ab.

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Sicherheit

Nie essen ohne sichere Bestimmung. Iss nur Pilze, die du zweifelsfrei bestimmt hast, und gare sie immer gut durch.

Hinweise für dein Land

Deutschland

Giftnotruf:

Giftnotruf Berlin030 19240Giftinformationszentrum München089 19240GIZ-Nord Göttingen0551 19240

Notruf: 112

Pilzberatung: DGfM: Pilzsachverständige finden. Pilzsachverständige der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

Sammelregeln: Nicht besonders geschützte Pilze in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf, sofern kein Schutzgebiet oder Verbot entgegensteht. Bestimmte besonders geschützte Speisepilze (z. B. Steinpilz, Pfifferling, Birkenpilz) dürfen in geringen Mengen für den eigenen Bedarf gesammelt werden.

Österreich

Giftnotruf:

Vergiftungsinformationszentrale (VIZ)01 406 43 43

Notruf: 112 · 144

Pilzberatung: Österreichische Mykologische Gesellschaft (ÖMG), Pilzberatung. Pilzberatung der ÖMG oder regionale Beratungsstellen, etwa Marktämter.

Sammelregeln: Höchstens 2 kg Pilze pro Person und Tag, wenn der Waldeigentümer das Sammeln nicht untersagt hat; organisierte Sammelveranstaltungen sind verboten. Zusätzlich Landesregeln (Sammelzeiten, Schonzeiten), z. B. Kärnten, Tirol, Vorarlberg, Salzburg.

Schweiz

Giftnotruf:

Tox Info Suisse145

Notruf: 144 · 112

Pilzberatung: VAPKO: Pilzkontrollstelle finden. Amtliche Pilzkontrollstellen der Gemeinden und Kantone (VAPKO-Verzeichnis).

Naturschutz und Sammelregeln

Nicht besonders geschützt.

Küche

Nur die Hüte verwenden, die Stiele sind faserig. Gebraten, in Soßen oder Suppen. Mindestens 15 Minuten garen.

Keine gesicherten Angaben zum Trocknen. Verwechslungsgefahr mit dem tödlich giftigen Gift-Häubling. Nicht essen, wenn Ring oder Stiel unter dem Ring nicht sicher geprüft sind.

Häufige Fragen

Ist das Gemeine Stockschwämmchen essbar?

Ja, es ist ein beliebter Speisepilz. Wegen der Verwechslung mit dem tödlich giftigen Gift-Häubling ist die Bestimmung aber heikel.

Wie unterscheidet es sich vom Gift-Häubling?

Das Stockschwämmchen hat einen dauerhaften häutigen Ring und einen schuppigen Stiel unter dem Ring, der Gift-Häubling einen glatten Stiel und einen Mehlgeruch. Im Zweifel nicht essen und eine Pilzberatung fragen.

Wo wächst das Gemeine Stockschwämmchen?

Büschelig auf Stümpfen und totem Holz, vor allem von Laubbäumen, seltener von Nadelbäumen.

Kann man es auf Holz kultivieren?

Ja, das Gemeine Stockschwämmchen kann auch auf Holz kultiviert werden.

Verwandte Arten

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Quellen

Bildnachweise

Kein Ersatz für eine persönliche Pilzkontrolle. Angaben ohne Gewähr. Stand: 17.10.2026.

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