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Rauchblättriger Schwefelkopf

Hypholoma capnoides (Fr.) P.Kumm. · Strophariaceae

Auch: Graublättriger Schwefelkopf, Honigköpfchen

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Bestimmung in 5 Schritten

Der Rauchblättrige oder Graublättrige Schwefelkopf wächst in dichten Büscheln auf Nadelholzstümpfen. Sein Hut ist blassgelb bis gelbbraun mit fuchsiger Mitte, die Lamellen sind grau und die Fruchtkörper schmecken mild. Er ist essbar, aber leicht mit dem giftigen Grünblättrigen Schwefelkopf zu verwechseln.

SaisonSeptember bis November
Sporenpulverdunkel violettbraun
FamilieStrophariaceae
  1. Hut. Der Hut ist 2 bis 8, manchmal bis 10 cm breit, erst gewölbt, später abgeflacht, manchmal leicht gebuckelt. Er ist blassgelb, bald gelbbraun, die Mitte fuchsig-rötlich bis fuchsig-bräunlich. Die Oberfläche ist glatt, am Rand sitzen dünne, vergängliche Schleierreste.
  2. Unterseite. Die Lamellen sind zuerst blass, dann aschgrau und im Alter grauviolett. Grüne Farbtöne fehlen. Sie sind am Stiel angeheftet bis angewachsen und stehen fast gedrängt.
  3. Stiel, Ring und Volva. Der Stiel ist 5 bis 8 cm lang, hohl und wegen des büscheligen Wuchses verbogen. Oben ist er weißlich oder hellgelblich, nach unten gelbbraun bis rostbraun. Bei jungen Pilzen kann durch Velumreste eine Ringzone entstehen. Eine Volva fehlt.
  4. Geruch und Geschmack. Er riecht angenehm und schmeckt mild, nicht bitter.
  5. Verfärbung und Fleisch. Das Fleisch ist dünn, weich und weißlich.

Verwechslungsgefahr

Er wächst büschelig auf Nadelholz und hat graue Lamellen ohne Grünton. Der Grünblättrige Schwefelkopf ist giftig und hat grünliche Lamellen, schmeckt aber bitter. Eine sichere Bestimmung ist deshalb nötig.

Direkter Vergleich

Rauchblättriger SchwefelkopfGrünblättriger SchwefelkopfZiegelroter Schwefelkopf
Hutblassgelb bis gelbbraun, Mitte fuchsig, 2 bis 8 cmschwefelgelb, Mitte oft orange bis bräunlichziegelrot, kräftig
Unterseiteblasse bis aschgraue Lamellen, ohne Grüntongelbliche bis grünliche, später olivgrüne Lamellenblasse bis graue Lamellen
Stielhohl, büschelig, oben hell, unten rostbraungelblich, hohl, büscheligkräftig, büschelig
Konsistenzdünnfleischig, weichdünnfleischigfleischiger
SpeisewertEssbarGiftigUngenießbar

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Lebensraum & Saison

Auf morschen Stümpfen und Wurzeln, seltener auf liegenden Stämmen, in dichten Büscheln. Keine verlässlichen Angaben.

Baumpartner

FichteKieferRotbuche

Wächst auf Holz: fast nur Nadelholz, besonders Fichte, manchmal Kiefer und Weißtanne, selten Rotbuche.

Saison

möglich gut Hauptsaison

Bei geeigneter Witterung ganzjährig, ein wenig häufiger auch um den April.

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Sicherheit

Nie essen ohne sichere Bestimmung. Iss nur Pilze, die du zweifelsfrei bestimmt hast, und gare sie immer gut durch.

Hinweise für dein Land

Deutschland

Giftnotruf:

Giftnotruf Berlin030 19240Giftinformationszentrum München089 19240GIZ-Nord Göttingen0551 19240

Notruf: 112

Pilzberatung: DGfM: Pilzsachverständige finden. Pilzsachverständige der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

Sammelregeln: Nicht besonders geschützte Pilze in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf, sofern kein Schutzgebiet oder Verbot entgegensteht. Bestimmte besonders geschützte Speisepilze (z. B. Steinpilz, Pfifferling, Birkenpilz) dürfen in geringen Mengen für den eigenen Bedarf gesammelt werden.

Österreich

Giftnotruf:

Vergiftungsinformationszentrale (VIZ)01 406 43 43

Notruf: 112 · 144

Pilzberatung: Österreichische Mykologische Gesellschaft (ÖMG), Pilzberatung. Pilzberatung der ÖMG oder regionale Beratungsstellen, etwa Marktämter.

Sammelregeln: Höchstens 2 kg Pilze pro Person und Tag, wenn der Waldeigentümer das Sammeln nicht untersagt hat; organisierte Sammelveranstaltungen sind verboten. Zusätzlich Landesregeln (Sammelzeiten, Schonzeiten), z. B. Kärnten, Tirol, Vorarlberg, Salzburg.

Schweiz

Giftnotruf:

Tox Info Suisse145

Notruf: 144 · 112

Pilzberatung: VAPKO: Pilzkontrollstelle finden. Amtliche Pilzkontrollstellen der Gemeinden und Kantone (VAPKO-Verzeichnis).

Naturschutz und Sammelregeln

Nicht besonders geschützt.

Küche

Die Hüte eignen sich gut zum Trocknen und als Würze, die Stiele sind faserig. Nur junge Hüte verwenden und gut garen. Mindestens 15 Minuten garen.

Die Hüte lassen sich gut trocknen und dienen als Würze. Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Grünblättrigen Schwefelkopf.

Häufige Fragen

Ist der Rauchblättrige Schwefelkopf essbar?

Ja, er ist essbar und schmeckt mild. Die Hüte eignen sich gut zum Trocknen und als Würze. Vorsicht wegen der Verwechslung mit dem giftigen Grünblättrigen Schwefelkopf.

Wie unterscheidet er sich vom Grünblättrigen Schwefelkopf?

Der Rauchblättrige hat graue Lamellen ohne grüne Töne und schmeckt mild, der Grünblättrige hat grünliche Lamellen und schmeckt bitter.

Wo wächst der Rauchblättrige Schwefelkopf?

In dichten Büscheln auf morschen Stümpfen und Wurzeln, fast ausschließlich von Nadelholz, besonders Fichte.

Wann erscheint er?

Hauptsächlich von September bis November, bei geeigneter Witterung aber ganzjährig.

Verwandte Arten

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Quellen

Bildnachweise

Kein Ersatz für eine persönliche Pilzkontrolle. Angaben ohne Gewähr. Stand: 17.10.2026.

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