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Nelken-Schwindling

Marasmius oreades (Bolton) Fr. · Marasmiaceae

Auch: Feld-Schwindling, Hexenring-Pilz

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Bestimmung in 5 Schritten

Der Nelken-Schwindling ist ein kleiner Wiesenpilz mit cremefarbenem bis ledergelbem Hut, entfernt stehenden Lamellen und einem zähen, elastischen Stiel. Er wächst gern in Ringen und Reihen auf Wiesen, Rasen und an Wegrändern und ist ein beliebter Würzpilz. Er enthält geringe Mengen Blausäure und muss deshalb gut erhitzt werden.

Hut2 bis 6 cm
SaisonMai bis November
Sporenpulverweiß
FamilieMarasmiaceae
  1. Hut. Der Hut misst etwa 2 bis 6 cm, ist zuerst glockig, später flach gebuckelt, cremefarben bis ledergelb und bei Feuchte dunkler.
  2. Unterseite. Die Lamellen stehen entfernt voneinander, sind cremefarben und am Stiel frei oder kaum angewachsen.
  3. Stiel, Ring und Volva. Der Stiel ist schlank, zäh, elastisch und lässt sich ohne zu brechen biegen und verdrehen. Ring und Scheide fehlen.
  4. Geruch und Geschmack. Der Geruch ist leicht süßlich, mandel- oder blausäureartig, der Geschmack mild.
  5. Verfärbung und Fleisch. Das Fleisch ist dünn und zäh. Eine auffällige Verfärbung gehört nicht zu den Merkmalen.

Verwechslungsgefahr

Der Nelken-Schwindling ist ein kleiner, essbarer Speisepilz, der oft in Hexenringen auf Wiesen wächst. Er hat giftige Doppelgänger, darunter weißliche Trichterlinge (giftig) und den tödlich giftigen Fleischbraunen Schirmling. Daher sicher bestimmen.

Direkter Vergleich

Nelken-SchwindlingFleischbrauner SchirmlingRinnigbereifter TrichterlingFeld-Trichterling
Hut2 bis 6 cm, cremefarben bis ledergelb, gebuckeltfleischbraun, mit feinen Schuppengraubraun bis weißlich, flach bis eingedelltblassbraun bis weißlich, trichterig
Unterseiteentfernt stehende, cremefarbene Lamellendicht stehende, weiße Lamellenherablaufende, dichter stehende Lamellenherablaufende, dichter stehende Lamellen
Stielschlank, zäh und elastisch, ohne Ringmit Ringzone, nicht zäh-elastischschlank, nicht zäh-elastischschlank, weich, nicht zäh-elastisch
Konsistenzdünnfleischig, zähdünnfleischig, zartweich, dünnfleischigweich, dünnfleischig
SpeisewertEssbarTödlich giftigGiftigGiftig

Alle Doppelgänger im Überblick →

Lebensraum & Saison

Wiesen, Rasen, Weiden und Wegränder, oft in Hexenringen. Keine verlässlichen Angaben.

Baumpartner

Keiner, wächst als Saprobiont auf Grasland.

Saison

möglich gut Hauptsaison

Grobe Angabe, die Fruchtzeit ist witterungsabhängig. Nach Regen erscheinen oft mehrere Schübe.

Pilzregionen mit täglicher Prognose

Für diese Art gibt es noch keine Fundzahlen je Region. Die Länderseiten führen zu allen Regionen mit täglicher Prognose.

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Chance in deiner Nähe

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Sicherheit

Nie essen ohne sichere Bestimmung. Iss nur Pilze, die du zweifelsfrei bestimmt hast, und gare sie immer gut durch.

Hinweise für dein Land

Deutschland

Giftnotruf:

Giftnotruf Berlin030 19240Giftinformationszentrum München089 19240GIZ-Nord Göttingen0551 19240

Notruf: 112

Pilzberatung: DGfM: Pilzsachverständige finden. Pilzsachverständige der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

Sammelregeln: Nicht besonders geschützte Pilze in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf, sofern kein Schutzgebiet oder Verbot entgegensteht. Bestimmte besonders geschützte Speisepilze (z. B. Steinpilz, Pfifferling, Birkenpilz) dürfen in geringen Mengen für den eigenen Bedarf gesammelt werden.

Österreich

Giftnotruf:

Vergiftungsinformationszentrale (VIZ)01 406 43 43

Notruf: 112 · 144

Pilzberatung: Österreichische Mykologische Gesellschaft (ÖMG), Pilzberatung. Pilzberatung der ÖMG oder regionale Beratungsstellen, etwa Marktämter.

Sammelregeln: Höchstens 2 kg Pilze pro Person und Tag, wenn der Waldeigentümer das Sammeln nicht untersagt hat; organisierte Sammelveranstaltungen sind verboten. Zusätzlich Landesregeln (Sammelzeiten, Schonzeiten), z. B. Kärnten, Tirol, Vorarlberg, Salzburg.

Schweiz

Giftnotruf:

Tox Info Suisse145

Notruf: 144 · 112

Pilzberatung: VAPKO: Pilzkontrollstelle finden. Amtliche Pilzkontrollstellen der Gemeinden und Kantone (VAPKO-Verzeichnis).

Naturschutz und Sammelregeln

Nicht besonders geschützt.

Küche

Nur die Hüte samt Stielspitze verwenden, der zähe Stiel wird entfernt. Gut zum Würzen von Soßen, Suppen und Pfannen. Auch kurz gebraten möglich, nur nicht zu knapp garen. Mindestens 15 Minuten garen.

Gut zu trocknen, getrocknete Pilze werden als Würzpilz verwendet. Enthält geringe Mengen Blausäure, daher gut erhitzen. Nur sicher bestimmte Exemplare verwenden. Der Fleischbraune Schirmling ist tödlich giftig.

Häufige Fragen

Ist der Nelken-Schwindling essbar?

Ja, er gilt als guter Würzpilz. Er enthält geringe Mengen Blausäure und muss deshalb gut erhitzt werden. Roh ist er nicht zu essen.

Woran erkenne ich den Nelken-Schwindling?

An dem kleinen, cremefarbenen bis ledergelben Hut, den entfernt stehenden Lamellen und dem zähen, elastischen Stiel. Er wächst oft in Ringen auf Wiesen.

Womit kann man ihn verwechseln?

Mit giftigen Trichterlingen und dem tödlich giftigen Fleischbraunen Schirmling. Diese haben dichter stehende Lamellen und keinen zäh-elastischen Stiel.

Verwandte Arten

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Quellen

Bildnachweise

Kein Ersatz für eine persönliche Pilzkontrolle. Angaben ohne Gewähr. Stand: 17.10.2026.

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