Parasol (Macrolepiota procera)
Der Parasol ist ein sehr großer Schirmpilz mit geschupptem Hut, verschiebbarem Doppelring und natterartig gemustertem Stiel. Die Hüte werden in Österreich gern paniert als Schnitzel zubereitet.
Wissenschaftlicher Name: Macrolepiota procera
Merkmale
Der Hut ist 10 bis 30 cm breit, jung kugelig bis paukenschlägelförmig, später flach mit dunklem Buckel und groben braunen Schuppen auf hellem Grund. Die Lamellen sind weiß, frei und dicht und stehen von einem knorpeligen Ring (Collar) um die Stielspitze ab. Der Stiel ist bis 40 cm lang, schlank, hohl, mit brauner Natterung und knolliger, nicht gerandeter Basis. Er trägt einen dicken, doppelten, verschiebbaren Ring; eine Volva fehlt. Er riecht angenehm nussig. Das Fleisch ist weiß, im Hut weich, im Stiel faserig zäh, und verfärbt sich nicht oder nur ganz schwach. weiß
Lebensraum
Lichte Buchen-, Eichen- und Fichtenwälder, Waldränder, Wiesen und Weiden.. Lehmige, frische, nährstoffreiche Böden.. Vom Tiefland bis ins Bergland.
Saison
Juli bis November Gelegentlich auch früher oder später.
Wetter und Fruchten
Wärmeliebend: nach Gewittern auf offenen Flächen oft schnell sichtbar. Nur mit sicherem Ring und genarbtem Stiel sammeln — Verwechslung mit giftigen Schirmlingen.
Verwechslungsgefahr
Gift-Riesenschirmling: Sein Stiel ist glatt und nicht genattert, die Knolle scharf gerandet und das Fleisch rötet beim Anschneiden. Fleischbräunlicher Schirmling: Er bleibt klein, mit Hut meist unter 5 cm, und hat einen rosabraun gegürtelten Stiel mit Ringzone. Spitzschuppiger Stachel-Schirmling: Er riecht unangenehm nach Leuchtgas und hat einen hängenden, nicht verschiebbaren Ring.
Weitere Regionen
Parasol · Österreich
Alpen, Voralpen und Beckenlandschaften: starke Höhen- und West-Ost-Gradienten. Steinpilz-Saison oft von den Tallagen bis in die Mittelgebirge gestaffelt — Suchanfragen wie „Steinpilz Karte Österreich“ zielen auf diese Übersicht.
Parasol · Bayern
Vom Alpenrand über den Bayerischen Wald bis Franken: kühle Mittelgebirge und feuchte Staulagen. „Pilzticker Bayern“-ähnliche Aktualität liefert die Live-Wetterkarte, nicht eine einzelne Regionalseite.
Parasol · Baden-Württemberg
Schwarzwald und Schwäbische Alb: Weststau bringt oft mehr Regen als im Rheintal; Saison in den Höhen später.
Parasol · Niederösterreich
Wienerwald, Mostviertel und Waldviertel: Beckenlage oft früher als die Alpen, kontinentale Trockenphasen möglich.
Parasol · Steiermark
Alpenvorland und Mittelgebirge mit Fichte und Buche; Steinpilz- und Eierschwammerl-Fenster stark wetterabhängig.
Parasol · Tirol
Hoher Höhengradient: Täler früher, Hochlagen Wochen später; kurze alpine Fenster.
Parasol · Salzburg
Nordstau der Alpen, oft feuchter als das Innere; Mischwälder in den Voralpen.
Parasol · Wienerwald
Hügeliger Laubmischwald westlich von Wien, milde Beckenlage, Saison oft früher als in den Alpen.
Parasol · Bayerischer Wald
Mittelgebirge mit Fichte und Buche, kühler und feuchter, Saison etwas später als im Alpenvorland.
Parasol · Schwarzwald
Höhenlagen mit Nadelwald, Weststau bringt oft mehr Regen als im Rheintal.
Parasol · Alpen
Höhengradient verschiebt die Saison um Wochen; Täler früher, Hochlagen später.
Parasol · Karpaten
Ausgedehnte Bergwälder, kontinentaler als die Alpen, oft klare Herbstwellen.
Weitere Arten
Verwechslungsgefahr: Parasol / Grüner Knollenblätterpilz
FAQ
Was zeigt die Karte?
Wetterbasierte Fund-Chancen, keine Garantie, dass am gewählten Punkt Fruchtkörper stehen.
Kann ich den Pilz essen?
Nein — diese Seite ersetzt keine Bestimmung. Bei Unsicherheit stehen lassen oder eine Pilzberatung fragen.
Gemeiner Riesenschirmling: Ist die Art essbar?
Ja, die Art gilt als Speisepilz. Gut durchbraten, nie roh essen. Sammle nur große Exemplare mit genattertem Stiel und verschiebbarem Ring; kleine Schirmlinge unter 10 cm können tödlich giftig sein.
Gemeiner Riesenschirmling: Wann und wo wächst die Art?
Die Saison reicht in Mitteleuropa von Juli bis November. Gelegentlich auch früher oder später. Partner und Standort: Lichte Buchen-, Eichen- und Fichtenwälder, Waldränder, Wiesen und Weiden. Boden: Lehmige, frische, nährstoffreiche Böden. Höhenlage: Vom Tiefland bis ins Bergland.
Gemeiner Riesenschirmling: Welche Doppelgänger gibt es?
Besonders wichtig ist die Abgrenzung zu Fleischbräunlicher Schirmling (Lepiota brunneoincarnata, tödlich giftig): Er bleibt klein, mit Hut meist unter 5 cm, und hat einen rosabraun gegürtelten Stiel mit Ringzone. Weitere Doppelgänger: Gift-Riesenschirmling, Spitzschuppiger Stachel-Schirmling.
Wann lohnt sich die Tour?
Wärmeliebend: nach Gewittern auf offenen Flächen oft schnell sichtbar. Nur mit sicherem Ring und genarbtem Stiel sammeln — Verwechslung mit giftigen Schirmlingen.