Pfifferling (Cantharellus cibarius)
Der Echte Pfifferling, in Österreich und Bayern Eierschwammerl oder Reherl, ist ein dottergelber Trichterpilz mit Leisten auf der Unterseite. Er ist einer der beliebtesten Marktpilze und wächst gesellig unter Fichten und Buchen.
Wissenschaftlicher Name: Cantharellus cibarius
Merkmale
Der Hut ist 2 bis 10 cm breit, eigelb bis dottergelb, jung gewölbt mit eingerolltem Rand, später trichterförmig mit welligem Rand. Statt Lamellen trägt er stumpfe, gegabelte, weit am Stiel herablaufende Leisten in Hutfarbe. Der Stiel ist voll, gelb, nach unten verjüngt und geht ohne Grenze in den Hut über. Ring und Volva fehlen. Er riecht fruchtig nach Aprikosen oder Mirabellen, roh gekaut schmeckt er etwas pfeffrig. Das Fleisch ist weißlich bis blassgelb, fest und faserig und verfärbt sich nicht. weißlich bis blass cremegelb
Lebensraum
Vor allem Fichte, dann Rotbuche, auch Eiche, Kiefer und Tanne.. Saure, nährstoffarme, moosige Böden.. Vom Tiefland bis in die montane Stufe.
Saison
Juni bis November Hauptsaison nach warmem, feuchtem Wetter im Sommer.
Wetter und Fruchten
Pfifferlinge reagieren langsamer als Röhrlinge: anhaltende Bodenfeuchte zählt mehr als ein einzelner Gewitterguss.
Verwechslungsgefahr
Falscher Pfifferling: Er hat dünne, dicht stehende, echte Lamellen, ist orange und wächst auf Nadelstreu und morschem Holz. Dunkler Ölbaumtrichterling: Er wächst büschelig an Laubholz, ist kräftig orange und hat echte, scharfe Lamellen; in DE und AT selten. Violettschuppiger Pfifferling: Er trägt violette Schüppchen auf dem Hut.
Weitere Regionen
Pfifferling · Österreich
Alpen, Voralpen und Beckenlandschaften: starke Höhen- und West-Ost-Gradienten. Steinpilz-Saison oft von den Tallagen bis in die Mittelgebirge gestaffelt — Suchanfragen wie „Steinpilz Karte Österreich“ zielen auf diese Übersicht.
Pfifferling · Bayern
Vom Alpenrand über den Bayerischen Wald bis Franken: kühle Mittelgebirge und feuchte Staulagen. „Pilzticker Bayern“-ähnliche Aktualität liefert die Live-Wetterkarte, nicht eine einzelne Regionalseite.
Pfifferling · Baden-Württemberg
Schwarzwald und Schwäbische Alb: Weststau bringt oft mehr Regen als im Rheintal; Saison in den Höhen später.
Pfifferling · Niederösterreich
Wienerwald, Mostviertel und Waldviertel: Beckenlage oft früher als die Alpen, kontinentale Trockenphasen möglich.
Pfifferling · Steiermark
Alpenvorland und Mittelgebirge mit Fichte und Buche; Steinpilz- und Eierschwammerl-Fenster stark wetterabhängig.
Pfifferling · Tirol
Hoher Höhengradient: Täler früher, Hochlagen Wochen später; kurze alpine Fenster.
Pfifferling · Salzburg
Nordstau der Alpen, oft feuchter als das Innere; Mischwälder in den Voralpen.
Pfifferling · Wienerwald
Hügeliger Laubmischwald westlich von Wien, milde Beckenlage, Saison oft früher als in den Alpen.
Pfifferling · Bayerischer Wald
Mittelgebirge mit Fichte und Buche, kühler und feuchter, Saison etwas später als im Alpenvorland.
Pfifferling · Schwarzwald
Höhenlagen mit Nadelwald, Weststau bringt oft mehr Regen als im Rheintal.
Pfifferling · Alpen
Höhengradient verschiebt die Saison um Wochen; Täler früher, Hochlagen später.
Pfifferling · Karpaten
Ausgedehnte Bergwälder, kontinentaler als die Alpen, oft klare Herbstwellen.
Weitere Arten
Verwechslungsgefahr: Pfifferling / Falscher Pfifferling
FAQ
Was zeigt die Karte?
Wetterbasierte Fund-Chancen, keine Garantie, dass am gewählten Punkt Fruchtkörper stehen.
Kann ich den Pilz essen?
Nein — diese Seite ersetzt keine Bestimmung. Bei Unsicherheit stehen lassen oder eine Pilzberatung fragen.
Echter Pfifferling: Ist die Art essbar?
Ja, die Art gilt als Speisepilz. Mindestens 15 Minuten garen; roh ist er schwer verdaulich. Achte auf Leisten statt echter Lamellen; der Falsche Pfifferling und der giftige Ölbaumtrichterling haben echte Lamellen.
Echter Pfifferling: Wann und wo wächst die Art?
Die Saison reicht in Mitteleuropa von Juni bis November. Hauptsaison nach warmem, feuchtem Wetter im Sommer. Partner und Standort: Vor allem Fichte, dann Rotbuche, auch Eiche, Kiefer und Tanne. Boden: Saure, nährstoffarme, moosige Böden. Höhenlage: Vom Tiefland bis in die montane Stufe.
Echter Pfifferling: Welche Doppelgänger gibt es?
Besonders wichtig ist die Abgrenzung zu Dunkler Ölbaumtrichterling (Omphalotus olearius, giftig): Er wächst büschelig an Laubholz, ist kräftig orange und hat echte, scharfe Lamellen; in DE und AT selten. Weitere Doppelgänger: Falscher Pfifferling, Violettschuppiger Pfifferling.
Wann lohnt sich die Tour?
Pfifferlinge reagieren langsamer als Röhrlinge: anhaltende Bodenfeuchte zählt mehr als ein einzelner Gewitterguss.