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Rotgelber Stoppelpilz

Hydnum rufescens Pers. · Hydnaceae

Auch: Rötlicher Stoppelpilz

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Bestimmung in 5 Schritten

Der Rotgelbe Stoppelpilz ist ein kleiner, orangerötlicher Stachelpilz mit schlankem, mittigem Stiel. Seine Stacheln laufen im Gegensatz zum Semmel-Stoppelpilz nicht am Stiel herab. Er ist essbar und wird wie dieser verwendet.

SaisonJuli bis November
Sporenpulverweiß bis ockergelblich
FamilieHydnaceae
  1. Hut. Der Hut ist kleiner als beim Semmel-Stoppelpilz, kräftig orangerot bis rotbraun, jung filzig und später kahl.
  2. Unterseite. Statt Lamellen trägt er dicht stehende, brüchige, blasse bis orangebräunliche Stacheln, die nicht am Stiel herablaufen.
  3. Stiel, Ring und Volva. Der Stiel ist schlank, voll und steht zentral. Ring und Volva fehlen.
  4. Geruch und Geschmack. Das Fleisch ist brüchig und schmeckt im Alter manchmal bitter.
  5. Verfärbung und Fleisch. Das Fleisch ist ungezont, es zeigt keine Zonierung wie bei Korkstachelingen.

Verwechslungsgefahr

Statt Lamellen trägt er brüchige, blasse Stacheln auf der Unterseite. Die ähnlichen Stachelpilze sind essbar oder ungenießbar. In Europa gibt es mehrere ähnliche Stoppelpilz-Arten, die sich nur schwer trennen lassen.

Korkstachelinge Hydnellum spp.

ungenießbar
Korkstachelinge
Foto: amadej trnkoczy (amadej) · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Sie sind zäh und korkig, wachsen oft zusammen und haben braune Stacheln, ihr Fleisch ist gezont. Ungenießbar. Viele Arten sind selten und stehen auf Roten Listen, deshalb stehen lassen.

Direkter Vergleich

Rotgelber StoppelpilzKorkstachelingeEchter PfifferlingSemmel-Stoppelpilz
Hutorangerot bis rotbraun, klein, 2 bis 6 cmweißlich bis braun, oft zusammengewachseneidottergelb, trichterförmigsemmelgelb bis blass orangeocker, 3 bis 15 cm
Unterseiteblasse bis orangebräunliche Stacheln, laufen nicht am Stiel herabbraune Stachelnherablaufende, gegabelte Leistenweißliche bis blassgelbe Stacheln, laufen etwas am Stiel herab
Stielschlank, voll, zentralkurz, korkiggleichfarbig, vollkurz, dick, oft seitlich
Konsistenzfleischig, brüchigzäh, korkig, im Fleisch gezontfest, faserigfleischig, brüchig
SpeisewertEssbarUngenießbarEssbarEssbar

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Lebensraum & Saison

Wächst auf dem Erdboden in Wäldern, selten auf moderndem Holz. Keine verlässlichen Angaben.

Baumpartner

Laub- und Nadelbäume, mit denen er Ektomykorrhiza bildet.

Saison

möglich gut Hauptsaison

Hauptsaison im Spätsommer und Herbst.

Pilzregionen mit täglicher Prognose

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Sicherheit

Nie essen ohne sichere Bestimmung. Iss nur Pilze, die du zweifelsfrei bestimmt hast, und gare sie immer gut durch.

Hinweise für dein Land

Deutschland

Giftnotruf:

Giftnotruf Berlin030 19240Giftinformationszentrum München089 19240GIZ-Nord Göttingen0551 19240

Notruf: 112

Pilzberatung: DGfM: Pilzsachverständige finden. Pilzsachverständige der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

Sammelregeln: Nicht besonders geschützte Pilze in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf, sofern kein Schutzgebiet oder Verbot entgegensteht. Bestimmte besonders geschützte Speisepilze (z. B. Steinpilz, Pfifferling, Birkenpilz) dürfen in geringen Mengen für den eigenen Bedarf gesammelt werden.

Österreich

Giftnotruf:

Vergiftungsinformationszentrale (VIZ)01 406 43 43

Notruf: 112 · 144

Pilzberatung: Österreichische Mykologische Gesellschaft (ÖMG), Pilzberatung. Pilzberatung der ÖMG oder regionale Beratungsstellen, etwa Marktämter.

Sammelregeln: Höchstens 2 kg Pilze pro Person und Tag, wenn der Waldeigentümer das Sammeln nicht untersagt hat; organisierte Sammelveranstaltungen sind verboten. Zusätzlich Landesregeln (Sammelzeiten, Schonzeiten), z. B. Kärnten, Tirol, Vorarlberg, Salzburg.

Schweiz

Giftnotruf:

Tox Info Suisse145

Notruf: 144 · 112

Pilzberatung: VAPKO: Pilzkontrollstelle finden. Amtliche Pilzkontrollstellen der Gemeinden und Kantone (VAPKO-Verzeichnis).

Naturschutz und Sammelregeln

Nicht besonders geschützt.

Küche

Jung gebraten oder in Soßen. Bei älteren Exemplaren die Stacheln abstreifen, sie schmecken bitter. Mindestens 15 Minuten garen.

Keine gesicherten Angaben zum Trocknen.

Häufige Fragen

Ist der Rotgelbe Stoppelpilz essbar?

Ja, er ist essbar und wird wie der Semmel-Stoppelpilz verwendet. Ältere Fruchtkörper können bitter schmecken. Wie alle Wildpilze nur gut durchgegart essen.

Wie unterscheidet er sich vom Semmel-Stoppelpilz?

Er ist kleiner, kräftiger orangerot, hat einen schlankeren, mittigen Stiel, und seine Stacheln laufen nicht am Stiel herab.

Womit kann man ihn verwechseln?

Mit dem essbaren Semmel-Stoppelpilz und dem Echten Pfifferling sowie mit den ungenießbaren Korkstachelingen, deren Fleisch zäh und gezont ist.

Verwandte Arten

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Quellen

Bildnachweise

Kein Ersatz für eine persönliche Pilzkontrolle. Angaben ohne Gewähr. Stand: 17.10.2026.

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