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Grauer Leistling

Craterellus cinereus (Pers.) Pers. · Hydnaceae

Auch: Graue Kraterelle, Grauer Pfifferling

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Bestimmung in 5 Schritten

Der Graue Leistling oder die Graue Kraterelle ist ein kleiner, trichterförmiger, grauer bis schwarzbräunlicher Pilz mit gegabelten Leisten auf der Unterseite. Er wächst büschelig in Laubwäldern und gilt als guter Speisepilz. Wegen seiner Seltenheit verdient er Schonung.

Hut1 bis 6 cm
SaisonSeptember bis Oktober
Sporenpulverweiß bis blass gelblich
FamilieHydnaceae
  1. Hut. Der Hut ist 1 bis 6 cm breit, glattrandig, zuerst gewölbt und genabelt, bald trichterförmig und bis in den Stiel durchbohrt. Die Oberseite ist schwarzbräunlich bis aschgrau, fein seidig-filzig, in der Mitte behaart bis etwas schuppig.
  2. Unterseite. Die Unterseite trägt bis 1 mm breite, deutlich gegabelte und queraderig verbundene Leisten. Sie sind bläulichgrau bis aschgrau und weiß bereift.
  3. Stiel, Ring und Volva. Der Stiel ist 3 bis 7 cm lang, 2 bis 8 mm dick, kahl und nach unten zugespitzt. Er ist erst graubraun, dann rußgrau und hat keine Gelbtöne. Ring und Volva fehlen.
  4. Geruch und Geschmack. Geruch und Geschmack sind angenehm.
  5. Verfärbung und Fleisch. Das Fleisch ist blass graubräunlich, im Alter schwärzlich, häutig-dünn und brüchig.

Verwechslungsgefahr

Der Graue Leistling sieht aus wie eine kleine Totentrompete, hat aber auf der Unterseite deutliche, gegabelte graue Leisten statt einer glatten Fläche. Alle ähnlichen Pilze sind essbar, giftige Doppelgänger sind nicht bekannt.

Direkter Vergleich

Grauer LeistlingTotentrompeteTrompetenpfifferlingKrause Kraterelle
Hutschwarzbräunlich bis aschgrau, 1 bis 6 cm, trichterförmigschwarzbraun bis grauschwarz, trichterförmigbraun bis gelbbraun, trichterförmiglehm- bis sepiabraun, Rand kraus-wellig
Unterseitegegabelte, queraderige, aschgraue Leistenglatt bis leicht runzelig, graulich, keine Leistengraugelbliche, gegabelte Leistenbeige bis beigebraun, jung glatt, später aderig
Stielrußgrau, ohne Gelbtöne, 3 bis 7 cmhohl, in den Hut übergehendgelb bis gelbbraun, hohlsandgelb bis braunbeige, längsgrubig
Konsistenzdünn, häutig, brüchigdünn, brüchigdünn, zähdünn, hohl
SpeisewertEssbarEssbarEssbarEssbar

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Lebensraum & Saison

Eher basenreiche, flachgründige Böden in Buchen-, Buchen-Tannen- und Hainbuchen-Eichen-Wäldern. Keine verlässlichen Angaben.

Baumpartner

Rotbuche

Vor allem Rotbuche, auch weitere Laubbäume, seltener Nadelbäume.

Saison

möglich gut Hauptsaison

Wächst büschelig und gerne zwischen Totentrompeten.

Pilzregionen mit täglicher Prognose

Für diese Art gibt es noch keine Fundzahlen je Region. Die Länderseiten führen zu allen Regionen mit täglicher Prognose.

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Sicherheit

Nie essen ohne sichere Bestimmung. Iss nur Pilze, die du zweifelsfrei bestimmt hast, und gare sie immer gut durch.

Hinweise für dein Land

Deutschland

Giftnotruf:

Giftnotruf Berlin030 19240Giftinformationszentrum München089 19240GIZ-Nord Göttingen0551 19240

Notruf: 112

Pilzberatung: DGfM: Pilzsachverständige finden. Pilzsachverständige der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

Sammelregeln: Nicht besonders geschützte Pilze in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf, sofern kein Schutzgebiet oder Verbot entgegensteht. Bestimmte besonders geschützte Speisepilze (z. B. Steinpilz, Pfifferling, Birkenpilz) dürfen in geringen Mengen für den eigenen Bedarf gesammelt werden.

Österreich

Giftnotruf:

Vergiftungsinformationszentrale (VIZ)01 406 43 43

Notruf: 112 · 144

Pilzberatung: Österreichische Mykologische Gesellschaft (ÖMG), Pilzberatung. Pilzberatung der ÖMG oder regionale Beratungsstellen, etwa Marktämter.

Sammelregeln: Höchstens 2 kg Pilze pro Person und Tag, wenn der Waldeigentümer das Sammeln nicht untersagt hat; organisierte Sammelveranstaltungen sind verboten. Zusätzlich Landesregeln (Sammelzeiten, Schonzeiten), z. B. Kärnten, Tirol, Vorarlberg, Salzburg.

Schweiz

Giftnotruf:

Tox Info Suisse145

Notruf: 144 · 112

Pilzberatung: VAPKO: Pilzkontrollstelle finden. Amtliche Pilzkontrollstellen der Gemeinden und Kantone (VAPKO-Verzeichnis).

Naturschutz und Sammelregeln

Wegen seiner Seltenheit verdient er Schonung. Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie wählte ihn zum Pilz des Jahres 2012.

Küche

Gebraten oder in Soßen. Die Pilze sind dünnfleischig und brauchen nur kurze Vorbereitung, aber vollständiges Durchgaren. Mindestens 15 Minuten garen.

Keine gesicherten Angaben zum Trocknen.

Häufige Fragen

Ist der Graue Leistling essbar?

Ja, er gilt als guter Speisepilz. Wegen seiner Seltenheit verdient er aber Schonung.

Woran erkennt man den Grauen Leistling?

An dem kleinen, trichterförmigen, grauen bis schwarzbräunlichen Fruchtkörper mit gegabelten grauen Leisten auf der Unterseite und dem grauen Stiel ohne Gelbtöne.

Wie unterscheidet er sich von der Totentrompete?

Die Totentrompete hat eine glatte bis höchstens leicht runzelige Unterseite, der Graue Leistling deutliche, gegabelte Leisten.

Wann wächst der Graue Leistling?

Von September bis Oktober, büschelig in Laubwäldern, gerne zwischen Totentrompeten.

Verwandte Arten

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Quellen

Bildnachweise

Kein Ersatz für eine persönliche Pilzkontrolle. Angaben ohne Gewähr. Stand: 17.10.2026.

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