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Käppchen-Morchel

Morchella semilibera DC. · Morchellaceae

Auch: Halbfreie Morchel

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Bestimmung in 5 Schritten

Die Käppchen-Morchel ist eine Frühjahrsmorchel mit einem kleinen, käppchenförmigen Hut, der nur etwa zur Hälfte mit dem Stiel verwachsen ist, und einem hohlen, körnigen Stiel. Insgesamt wird sie etwa 10 bis 20 cm hoch. Wie alle Morcheln ist sie roh giftig und muss gut gegart werden.

SaisonApril bis Mai
Sporenpulverhellgelblich bis cremefarben
FamilieMorchellaceae
  1. Hut. Der Hut ist klein, käppchenförmig bis kegelig und nur etwa in der Hälfte mit dem Stiel verwachsen, der untere Rand hängt frei wie ein Röckchen. Er ist wabig gerippt und braun gefärbt.
  2. Unterseite. Die Unterseite des Huts ist frei vom Stiel. Es gibt weder Lamellen noch Röhren, die Fruchtschicht liegt in den Waben der Außenseite.
  3. Stiel, Ring und Volva. Der Stiel misst etwa 4 bis 8 cm, ist hell, körnig bis fein schuppig und innen hohl. Ring und Scheide fehlen.
  4. Geruch und Geschmack. Der Geruch ist mild und pilzig, der Geschmack mild.
  5. Verfärbung und Fleisch. Das Fleisch ist zerbrechlich und dünn. Eine auffällige Verfärbung gehört nicht zu den Merkmalen.

Verwechslungsgefahr

Die Käppchen-Morchel ist ein essbarer Speisepilz, der aber roh giftig ist und gut durchgegart werden muss. Gefährliche Doppelgänger sind die Frühjahrs-Lorchel (tödlich giftig) und die Runzel-Verpel (giftig). Der Hut ist nur etwa zur Hälfte mit dem Stiel verwachsen.

Runzel-Verpel Verpa bohemica

giftig

Der Hut ist gerunzelt statt wabig gerippt und nur an der Spitze am Stiel angewachsen. Die Käppchen-Morchel ist etwa zur Hälfte mit dem Stiel verwachsen. Giftig, als Speisepilz nicht zu empfehlen.

Direkter Vergleich

Käppchen-MorchelFrühjahrs-LorchelRunzel-VerpelSpeise-Morchel
Hutkäppchenförmig, wabig gerippt, nur halb mit dem Stiel verwachsengehirnartig gefaltet, rotbraungerunzelt, glockig, nur an der Spitze angewachsenrundlich bis eiförmig, ganz mit dem Stiel verwachsen
UnterseiteHutrand frei, keine Lamellen, hohlinnen kammerig, nicht einheitlich hohlfrei, ohne Wabenhohl, Hut und Stiel gemeinsamer Hohlraum
Stiel4 bis 8 cm, hell, körnig, hohlkurz, weißlich, kammerigschlank, hohl, hellweißlich bis cremefarben, hohl
Konsistenzzerbrechlich, wachsartigzerbrechlich, wachsartigzerbrechlichzerbrechlich, wachsartig
SpeisewertEssbarTödlich giftigGiftigEssbar

Alle Doppelgänger im Überblick →

Lebensraum & Saison

Laubwälder und Auwälder, auf nährstoffreichen Böden. Keine verlässlichen Angaben.

Baumpartner

Keine verlässlichen Angaben.

Saison

möglich gut Hauptsaison

Grobe Angabe, die Fruchtzeit ist witterungsabhängig.

Pilzregionen mit täglicher Prognose

Für diese Art gibt es noch keine Fundzahlen je Region. Die Länderseiten führen zu allen Regionen mit täglicher Prognose.

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Sicherheit

Nie essen ohne sichere Bestimmung. Iss nur Pilze, die du zweifelsfrei bestimmt hast, und gare sie immer gut durch.

Hinweise für dein Land

Deutschland

Giftnotruf:

Giftnotruf Berlin030 19240Giftinformationszentrum München089 19240GIZ-Nord Göttingen0551 19240

Notruf: 112

Pilzberatung: DGfM: Pilzsachverständige finden. Pilzsachverständige der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

Sammelregeln: Nicht besonders geschützte Pilze in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf, sofern kein Schutzgebiet oder Verbot entgegensteht. Bestimmte besonders geschützte Speisepilze (z. B. Steinpilz, Pfifferling, Birkenpilz) dürfen in geringen Mengen für den eigenen Bedarf gesammelt werden.

Österreich

Giftnotruf:

Vergiftungsinformationszentrale (VIZ)01 406 43 43

Notruf: 112 · 144

Pilzberatung: Österreichische Mykologische Gesellschaft (ÖMG), Pilzberatung. Pilzberatung der ÖMG oder regionale Beratungsstellen, etwa Marktämter.

Sammelregeln: Höchstens 2 kg Pilze pro Person und Tag, wenn der Waldeigentümer das Sammeln nicht untersagt hat; organisierte Sammelveranstaltungen sind verboten. Zusätzlich Landesregeln (Sammelzeiten, Schonzeiten), z. B. Kärnten, Tirol, Vorarlberg, Salzburg.

Schweiz

Giftnotruf:

Tox Info Suisse145

Notruf: 144 · 112

Pilzberatung: VAPKO: Pilzkontrollstelle finden. Amtliche Pilzkontrollstellen der Gemeinden und Kantone (VAPKO-Verzeichnis).

Naturschutz und Sammelregeln

Morcheln stehen in Deutschland unter Naturschutz. Sammeln ist nur in geringen Mengen für den eigenen Bedarf erlaubt, Regeln der Länder beachten.

Küche

Der Länge nach aufschneiden, gründlich auf Verunreinigungen prüfen und gut garen, zum Beispiel in Butter, Rahm oder Soßen. Mindestens 15 Minuten garen.

Keine gesicherten Angaben zum Trocknen. Roh ist die Käppchen-Morchel giftig, immer gut durchgaren. Verwechslung mit der Frühjahrs-Lorchel kann tödlich enden. Jeden Fund aufschneiden und prüfen.

Häufige Fragen

Ist die Käppchen-Morchel essbar?

Ja, nach gründlichem Garen. Roh ist sie giftig. Wichtig ist die sichere Bestimmung wegen der giftigen Doppelgänger.

Woran erkenne ich die Käppchen-Morchel?

An dem kleinen, käppchenförmigen Hut, der nur etwa zur Hälfte mit dem Stiel verwachsen ist, und an dem hohlen, körnigen Stiel.

Wie unterscheide ich sie von der Frühjahrs-Lorchel?

Die Frühjahrs-Lorchel hat einen gehirnartig gefalteten Hut und einen kammerigen Stiel. Die Käppchen-Morchel ist wabig gerippt und innen hohl.

Darf man Morcheln sammeln?

Morcheln stehen in Deutschland unter Naturschutz. Das Sammeln für den eigenen Bedarf in geringer Menge ist erlaubt, regionale Regeln beachten.

Verwandte Arten

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Quellen

Bildnachweise

Kein Ersatz für eine persönliche Pilzkontrolle. Angaben ohne Gewähr. Stand: 17.10.2026.

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