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Milde Birken-Täublinge

Russula spec. Pers. · Russulaceae

Auch: Täublinge, Milde Täublinge

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Bestimmung in 5 Schritten

Täublinge haben einen flachen bis gewölbten Hut, brüchige Lamellen und einen brüchigen, ringlosen Stiel. Bei Birken wachsen milde, essbare Arten und scharfe, giftige oder ungenießbare Arten nebeneinander. Dieser Steckbrief beschreibt die Gruppe der milden Birken-Täublinge und gilt nur nach sicherer Bestimmung bis zur Art.

SaisonJuli bis Oktober
Sporenpulverje nach Art weiß bis gelb
FamilieRussulaceae
  1. Hut. Der Hut ist je nach Art grün, violett, rot, gelb oder braun, jung gewölbt und später flach bis trichterig. Die Huthaut lässt sich je nach Art unterschiedlich weit abziehen.
  2. Unterseite. Die Lamellen sind weiß bis cremefarben oder gelb, meist brüchig und splitternd.
  3. Stiel, Ring und Volva. Der Stiel ist weiß bis gefärbt, fest, aber brüchig, ohne Ring und Scheide. Das Fehlen von Ring und Scheide unterscheidet Täublinge von Knollenblätterpilzen.
  4. Geruch und Geschmack. Täublingsregel: Milde bis leicht scharfe Arten sind essbar, scharfe gelten als ungenießbar oder giftig. Ein kleines Stück kauen, nicht schlucken. Die Schärfe kann 1 bis 2 Minuten brauchen.
  5. Verfärbung und Fleisch. Das Fleisch ist weiß und brüchig, bei einigen Arten verfärbt es sich im Alter.

Verwechslungsgefahr

Gruppensteckbrief: Täublinge sind eine große Gattung mit vielen guten Speisepilzen, aber auch scharf schmeckenden, giftigen oder ungenießbaren Arten. Bei Birken wachsen milde, essbare Arten und scharfe Doppelgänger wie der Birken-Speitäubling. Eine Geschmacksprobe ist Pflicht, dennoch sollte die Art bis zur Art bestimmt werden.

Birken-Speitäubling Russula betularum

giftig

Er wächst bei Birken, ist rosa bis rötlich gefärbt und schmeckt scharf. Die Geschmacksprobe trennt ihn von milden Arten. Giftig.

Direkter Vergleich

Milde Birken-TäublingeKirschroter Spei-TäublingBirken-SpeitäublingVielfarbiger Täubling
Hutje nach Art grün, violett, rot oder gelb, gewölbt bis flachkirsch- bis blutrot, glänzendblass rosa bis rötlichgemischt rot, violett, grünlich und gelblich
Unterseitebrüchige, weiße bis cremefarbene Lamellenrein weiße Lamellenweiße bis cremefarbene Lamellencremefarbene bis gelbliche Lamellen
Stielfest, brüchig, ohne Ring und Scheideweiß, brüchigweiß, brüchigweiß, brüchig
Konsistenzbrüchigbrüchigbrüchigbrüchig, schärflich
SpeisewertEssbarGiftigGiftigUngenießbar

Alle Doppelgänger im Überblick →

Lebensraum & Saison

Birkenwälder, Moore, Heiden, Waldränder. Keine verlässlichen Angaben.

Baumpartner

Birke

Birke, Mykorrhizapilze, je nach Art auch andere Bäume.

Saison

möglich gut Hauptsaison

Grobe Angabe, die Fruchtzeit ist je nach Art und Witterung unterschiedlich.

Pilzregionen mit täglicher Prognose

Für diese Art gibt es noch keine Fundzahlen je Region. Die Länderseiten führen zu allen Regionen mit täglicher Prognose.

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Chance in deiner Nähe

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Sicherheit

Nie essen ohne sichere Bestimmung. Iss nur Pilze, die du zweifelsfrei bestimmt hast, und gare sie immer gut durch.

Hinweise für dein Land

Deutschland

Giftnotruf:

Giftnotruf Berlin030 19240Giftinformationszentrum München089 19240GIZ-Nord Göttingen0551 19240

Notruf: 112

Pilzberatung: DGfM: Pilzsachverständige finden. Pilzsachverständige der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

Sammelregeln: Nicht besonders geschützte Pilze in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf, sofern kein Schutzgebiet oder Verbot entgegensteht. Bestimmte besonders geschützte Speisepilze (z. B. Steinpilz, Pfifferling, Birkenpilz) dürfen in geringen Mengen für den eigenen Bedarf gesammelt werden.

Österreich

Giftnotruf:

Vergiftungsinformationszentrale (VIZ)01 406 43 43

Notruf: 112 · 144

Pilzberatung: Österreichische Mykologische Gesellschaft (ÖMG), Pilzberatung. Pilzberatung der ÖMG oder regionale Beratungsstellen, etwa Marktämter.

Sammelregeln: Höchstens 2 kg Pilze pro Person und Tag, wenn der Waldeigentümer das Sammeln nicht untersagt hat; organisierte Sammelveranstaltungen sind verboten. Zusätzlich Landesregeln (Sammelzeiten, Schonzeiten), z. B. Kärnten, Tirol, Vorarlberg, Salzburg.

Schweiz

Giftnotruf:

Tox Info Suisse145

Notruf: 144 · 112

Pilzberatung: VAPKO: Pilzkontrollstelle finden. Amtliche Pilzkontrollstellen der Gemeinden und Kantone (VAPKO-Verzeichnis).

Naturschutz und Sammelregeln

Nicht besonders geschützt, einzelne Arten stehen auf Roten Listen.

Küche

Nur sicher bis zur Art bestimmte, milde Täublinge verwenden, als Mischpilz in Pfannengerichten oder Soßen. Mindestens 15 Minuten garen.

Keine gesicherten Angaben zum Trocknen. Täublingsregel nur für Täublinge und Milchlinge: Scharfe Arten nicht essen. Die Regel gilt nicht für andere Pilzgruppen. Die Geschmacksprobe ersetzt nicht die Bestimmung bis zur Art. Roh unbekömmlich, immer gut garen.

Häufige Fragen

Sind Täublinge essbar?

Viele sind es, aber nicht alle. Milde bis leicht scharfe Täublinge gelten als essbar, scharfe als ungenießbar oder giftig. Vor dem Essen sicher bestimmen.

Was ist die Täublingsregel?

Ein kleines Stück roh kauen und ausspucken. Schmeckt es mild, ist die Art essbar, schmeckt es scharf, nicht verwenden. Die Regel gilt nur für Täublinge und Milchlinge.

Kann man Täublinge mit Knollenblätterpilzen verwechseln?

Ja, wenn man auf Ring und Scheide nicht achtet. Täublinge haben beides nie, ihr Fleisch ist brüchig.

Verwandte Arten

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Quellen

Bildnachweise

Kein Ersatz für eine persönliche Pilzkontrolle. Angaben ohne Gewähr. Stand: 17.10.2026.

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